ExxonMobil will Gasverdichterstation im Oktober in Betrieb nehmen / 60 Millionen Euro investiert

Zeitplan wird wohl eingehalten

Hochbetrieb herrscht auf der Baustelle der ExxonMobil an der Moorbeker Straße in Hespenbusch.

Oldenburg - Von Martin SiemerHESPENBUSCH · Die Baustelle der ExxonMobil Production (EMPG) an der Moorbeker Straße in Hespenbusch gleicht einem Ameisenhaufen. „Zurzeit haben wir 120 Leute auf dem Gelände, die mit Montagearbeiten beschäftigt sind“, so Heiko Bock, Projektleiter der EMPG.

Die Monteure bauen an der neuen Verdichterstation, mit der die EMPG langfristig die Erdgasversorgungssicherheit gewährleisten will. Gemeinsam mit Dieter Brüggmann, dem Leiter der Erdgasaufbereitungsanlage Großenkneten, und Unternehmenssprecher Norbert Stahlhut informierte Bock gestern über den aktuellen Stand. „Zurzeit arbeiten wir auch sonnabends, um die verlorene Zeit durch den langen Winter wieder aufzuholen“, sagte er. Rund eine Woche Zeitverzögerung brachten Schnee und Eis zu Beginn des Jahres. Bock ist jedoch zuversichtlich, den vorgegebenen Terminplan einhalten zu können: „Im Oktober geht die Anlage ans Netz.“

Bis dahin haben die Baufirmen noch einen großen Aufgabenplan abzuarbeiten. „Der Rohrbau ist in etwa zu 80 Prozent fertigt“, erläuterte der Projektleiter. Zudem wird intensiv an der Verkabelung der gesamten Anlage gearbeitet.

Auf dem rund zwei Hektar großen Areal werden zwei „Verdichter“ errichtet. Die sorgen für die notwendige Druckerhöhung in den Gasleitungen zur Aufbereitungsanlage. „Mit zunehmender Förderdauer lässt der Lagerstättendruck nämlich nach, was zu einem Rückgang der Fördermengen führt“, weiß Dieter Brüggmann. Um die Gasfelder optimal ausnutzen zu können, setzt ExxonMobil nun auf die „Feldeskompression“. Dabei wird das Gas auf den nötigen Betriebsdruck von über 70 bar gebracht.

Zwei Elektromotoren mit jeweils 5,5 Megawatt treiben die Anlage an. Die Stromversorgung erfolgt über das Umspannwerk Sage. „Die Versorgungsleitungen sind redundant. Das heißt: Auch wenn eine davon ausfallen sollte, würde die Anlage über die weiteren Leitungen mit Energie versorgt“, beschrieb Bock die Sicherungsvorkehrungen.

Nach der Inbetriebnahme können in der Stunde bis zu 230 000 Kubikmeter Gas verdichtet werden. „Das entspricht in etwa dem Jahresverbrauch von 100 Einfamilienhäusern“, rechnete Norbert Stahlhut hoch. Personal wird auf der Anlage nicht stationiert. „Die Verdichter werden fernüberwacht“, erklärte Brüggmann. Regelmäßige Kontrollen vor Ort seien aber selbstverständlich. Für den Standort Hespenbusch hatte sich die Exxon aus zwei Gründen entschieden. Zum einen liegt er abgelegen, so dass eine Belästigung von Anwohnern auszuschließen ist. Zum anderen verlaufen dort mehrere Gasversorgungsleitungen, die direkt an die neue Station angebunden werden können.

Die stolze Summe von rund 60 Millionen Euro investiert die ExxonMobil in die neue Verdichterstation. „Dafür haben wir dann 20 Jahre Versorgungssicherheit“, erläuterte Brüggmann.

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