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Zahl der Minijobber in der Gastronomie sinkt deutlich

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Von: Dierk Rohdenburg

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Die Gewerkschaft NGG befürchtet, dass in Zukunft in der Gastronomie viele sichere Jobs zu Mini-Jobs umgewandelt werden könnten.
Die Gewerkschaft NGG befürchtet, dass in Zukunft in der Gastronomie viele sichere Jobs zu Mini-Jobs umgewandelt werden könnten. © NGG

Landkreis – Wenn Corona den Job kostet: In der Pandemie ist die Zahl der Minijobs im Landkreis Oldenburg nach Angaben der Agentur für Arbeit deutlich zurückgegangen.

Mitte vergangenen Jahres gab es im Landkreis 11.356 Stellen auf 450-Euro-Basis – das sind 925 weniger als zwei Jahre zuvor (minus 7,5 Prozent). Besonders betroffen ist die Gastronomie: Hier gingen im selben Zeitraum 512 Minijobs verloren (von 1.604 auf 1.092) – ein Einbruch von 31,9 Prozent.

„450-Euro-Kräfte zählen zu den Hauptverlierern der Pandemie. Von der Küchenhilfe im Restaurant bis zur Verkäuferin an der Bäckereitheke – viele Minijobber leben in ständiger Angst, gekündigt zu werden. Dabei haben sie weder Anspruch auf das Arbeitslosen- noch auf das Kurzarbeitergeld“, kritisiert Matthias Brümmer, Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Region Oldenburg-Ostfriesland, in einer Pressemitteilung von Montag.

Der Gewerkschafter warnt davor, dass künftig noch mehr Menschen in solche unsicheren Jobs abrutschen könnten und damit zu prekären Bedingungen arbeiten müssten. „Wenn die Bundesregierung die Verdienstgrenze bei den Minijobs anhebt, dann dürfte das viele reguläre Arbeitsplätze verdrängen. Für die Betroffenen, zu einem Großteil Frauen, wird das zur Karrierefalle. Und spätestens im Alter ist Armut programmiert“, so Brümmer.

Gewerkschaft kritisiert Gesetzentwurf

Nach den Plänen der Berliner Ampel-Koalition sollen Minijobber künftig 520 statt wie bislang 450 Euro im Monat verdienen können – ohne dafür beispielsweise automatisch arbeitslosenversichert zu sein.

Den entsprechenden Gesetzentwurf, über den der Bundestag noch im Frühjahr beraten wird, kritisiert die Gewerkschaft scharf: „Die Politik baut prekäre und krisenanfällige Stellen weiter aus, statt sie einzudämmen. Das ist ein Irrweg – gerade nach den Erfahrungen mit Corona. Viele Minijobber haben bei der Kurzarbeit in die Röhre geguckt oder ihre Stelle verloren.“  

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