60 Demonstranten gegen Industriegebiet

„Wollen wagen, Nein zu sagen“

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60 Personen zogen gestern Abend demonstrierend durch Visbek. Sie protestierten gegen den Bau eines Industriegebietes.

Visebek - Das hat es in Visbek seit vielen Jahrzehnten nicht gegeben, dass 60 Personen demonstrierend, mit Trillerpfeifen und Transparenten, durch die Stadt ziehen und die Polizei die Hauptstraße komplett für den Verkehr sperrt.

Die Bürger der Ortschaft Varnhorn/Siedenbögen hatten zu dem Protest aufgerufen, weil sie gegen ein 38 Hektar großes Industrie- und Gewerbegebiet protestieren. Die Ortschaft liegt drei Kilometer nordnordöstlich des Visbeker Ortskerns an der Grenze zur Stadt Wildeshausen.

In der Kreisstadt sehen einige Bürger die Entwicklung im Nachbarkreis Vechta mit gemischten Gefühlen, denn auf Lüerte, Holzhausen und Thölstedt dürfte deutlich mehr Fahrzeugverkehr zukommen, wenn das Industriegebiet erschlossen wird.

Initiator der Demonstration Johannes Gerardi stellte den Protestzug zum Rathaus, wo ab 18 Uhr eine Ratssitzung begann, unter das Motto „Wir wollen wagen, Nein zu sagen“. „Das gilt sowohl für die Bürger als auch für die Politiker“, erklärte er. Es könne einfach nicht weitergehen mit dem Flächenverbrauch, zumal nahe gelegen durchaus erschlossene Alternativflächen zur Verfügung stünden.

Visbeks Bürgermeister Gerd Meyer war ebenfalls kurz vorbeigekommen, um sich über die Demo zu informieren. Er versuchte Ängste zu zerstreuen, dass in dem neuen Gebiet die Firma „Kreienkamp“ aus Wildeshausen eine Hähnchenschlachterei bauen könnte. „Es gibt keine Anfrage, und ich kann den Bau eigentlich ausschließen“, so Meyer. Gegner der Hähnenschlachterei befürchten allerdings, dass der Betrieb in einen ehemaligen Schlachtbetrieb in der Gemeinde einziehen könnte. Dazu äußerte sich der Bürgermeister nicht. · dr

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