Flug-, Logistik- und Gewerbeparks wohl deutlich früher fertig / Mehr als 1 000 neue Arbeitsplätze

Wirtschafts-„Juwel“ in Ahlhorn

Auch Landrat Frank Eger (l.) lobte die bisherige Entwicklung auf dem Gelände des Flugparks Ahlhorn.

Ahlhorn - Von Cord Krüger· Von ihrem vor zehn Monaten gesteckten Zeitplan rückten die Verantwortlichen der „Flugpark Ahlhorn GmbH“ bereits ab – und rechnen nun mit nur noch 15 statt 25 Jahren bis zur Fertigstellung ihres „Flug-, Logistik-, Industrie- und Gewerbeparks“. Denn erstens liefen die bisherigen Antrags- und Genehmigungsverfahren für die fünf Bebauungspläne auf dem mehr als 300 Hektar-Areal erstaunlich reibungslos. Zweitens fand die Johann Bunte Bauunternehmung als neue Eigentümerin die meisten der über 250 Gebäude in einem „erstaunlich guten Zustand“ vor, wie Bunte-Geschäftsführer Manfred Wendt am Mittwochabend den fast 300 geladenen Unternehmern, Politikern und Kommunalverwaltungs-Spitzen berichtete.

Und drittens verzeichnete Buntes „Flugpark Ahlhorn GmbH“ eine starke Nachfrage an Firmen, die sich hier ansiedeln möchten.

„Das Interesse von potenziellen Investoren und Nutzern ist außerordentlich hoch“, verriet Wendt. Und wer ihn bisher als Unternehmenssprecher erlebt hat, weiß, dass er für gewöhnlich nicht übertreibt.

Dementsprechend gut kam bei Zuhörern wie Landrat Frank Eger, Großenknetens Bürgermeister Volker Bernasko, Staatssekretär Dr. Oliver Liersch aus dem Niedersächsischen Wirtschaftsministerium sowie Unternehmern und Geschäftsführern des Netzwerks „Wachstumsregion Hansalinie“ die Zielsetzung an: „Wir haben mit diesem Fliegerhorst einen Rohdiamanten übernommen, den wir zu einem Juwel entwickeln wollen.“ Und dieser wirtschaftliche Edelstein soll sich hochkarätig entwickeln: mit laut Wendt „deutlich mehr als 1 000 neuen Arbeitsplätzen“, einer Flugzeugwerft sowie einer Wartungsfirma für Business- und Verkehrsmaschinen, mit denen die Gespräche schon sehr weit voran geschritten seien, einem der größten Autohöfe Deutschlands sowie vielen Nutzern eines Industrie- und eines Gewerbegebiets. Zudem berichtete der Bunte-Boss von einer autarken Strom- und Wärmeversorgung für das ganze Areal „und vielleicht noch darüber hinaus“, in die die Eigentümer auch die noch gut erhaltene Fernwärmeleitung einbeziehen wollen.

Nicht der gesamte Komplex befindet sich jedoch im Besitz der „Flugpark Ahlhorn GmbH“ – denn hinsichtlich des Verkaufs von 76 000 Quadratmetern meldete Wendt bereits Vollzug: Dort gestalte Obstanbauer Ulrich Osterloh aus Visbek die einstigen Soldaten-Unterkünfte zu einem zeitgemäßen Wohnpark für seine Saisonarbeitskräfte um.

Im Fokus des Interesses stand an diesem Abend jedoch das Thema Logistik – denn mit dieser nach wie vor expandierenden Branche wollten sich die Mitglieder der „Wachstumsregion Hansalinie“, der Kommunen und Arbeitgeber aus den Landkreisen Oldenburg, Vechta, Cloppenburg, Diepholz und Osnabrück angehören, beschäftigen. Und da sah Wendt wie seine Vorredner Eger und Liersch hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten auf dem bestens ausgebauten Standort in Ahlhorn. Wie auch Gutachter Stefan Schröder wiesen sie auf die hervorragend günstige Verkehrslage an zwei Autobahnen hin. Die eigens konzipierte neue Abfahrt liege nur 1 000 Meter von dem im Südosten des Fliegerhorsts vorgesehenen Autohof entfernt: „Hier entstehen 400 Lkw-Stellplätze mit der Option auf insgesamt 1 000 – das wäre dann einer der größten Autohöfe der Republik“, erläuterte Wendt. Zudem wies er auf die Gleisarbeiten am Ahlhorner Bahnhof hin: „Diese Investition der Deutschen Bahn finanzieren wir mit, denn wir wollen die Strecke für schwere Güterzüge ertüchtigen.“ Das drei Kilometer lange Schienennetz biete Kapazitäten für drei Ganzzüge, und die angestrebte Genehmigung als Sonderflugplatz könnte einen 24-Stunden-Flugbetrieb der Geschäfts- und Frachtfliegerei erlauben. Die bisherigen Nutzer der Sport- und Segelfliegerei wollen die Eigentümer aber auf jeden Fall hier halten.

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