Was Deutsche, Niederländer und Engländer auf den Campingplatz verschlägt

„Wir machen Urlaub in Dötlingen, weil...“

Machen zehn Tage Urlaub in Dötlingen: Gabriele Paulus, Sohn Lukas und Freundin Sabrina Stein (v.r.). ·

Dötlingen - Von Tanja SchneiderWer braucht denn schon die Costa Brava? Strand, Wasser und Sonne – zumindest gelegentlich – gibt es doch auch hier. Das haben sich in diesem Jahr wieder zahlreiche Urlauber gedacht, die ihre Ferien in Deutschland verbringen. Auch auf dem Campingplatz Aschenbeck ist der Großteil der Plätze belegt. Doch was zieht die Urlauber nach Dötlingen?

„Wir finden die Gegend hier einfach wunderschön“, berichtet Gabriele Paulus aus Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz). Zehn Tage verbringt sie mit ihrem Mann, den Kindern und einer Freundin auf dem Campingplatz. „Und auch als Nichtcamperin muss ich zugeben, dass es mir sehr gut gefällt. Ich vermisse nichts“, sagt sie. Als die Familie im vergangenen Jahr Freunde in Holzhausen besuchte, war sie von der Region so angetan, dass sie beschloss, hier einmal Urlaub zu machen. „Unsere Bekannten haben uns dann den Campingplatz empfohlen. Er ist perfekt für uns, hat einen See und ist sehr sauber“, freut sie sich. Neben Ausflügen nach Bremen, in den Heidepark Soltau und nach Oldenburg stehen auch Spaziergänge durch den Ort an. „Ich bin beeindruckt von den Häusern. So große Höfe und viele Reetdächer sieht man bei uns nicht“, erklärt Paulus.

Ganz andere Gründe für ein paar Tage Urlaub in Dötlingen hat eine Clique aus Lemwerder. „Gruppen wie wir werden nicht mehr auf allen Campingplätzen aufgenommen“, berichten sie. Vor vier Jahren fanden sie den Platz Aschenbeck und kommen seitdem immer wieder. „Hier sind ältere Camper und jüngere Gruppen räumlich etwas getrennt. Da können wir auch mal ein bisschen lauter sein.“ Die Zeit vertreibt sich die Gruppe mit Chillen, Schwimmen und Beachvolleyball. Den Platz verlassen sie nie – anders als die vielen Niederländer, die offensichtlich lieber die Gegend erkunden. Gestern waren zumindest alle ausgeflogen.

Klaus und Ilona Schwedt aus Bremervörde hatten es sich hingegen vor ihrem Vorzelt gemütlich gemacht und genossen die Ruhe. „Dötlingen ist auf jeden Fall einen Kurztrip wert“, sagen sie. „Hier kann man die Seele baumeln lassen.“ 2009 reisten sie gleich dreimal nach Dötlingen. Aber warum? „Wir sind damals auf der Caravan-Messe in Bremen auf den Stand des Campingplatzes gestoßen. Das Angebot und die Gegend haben uns gefallen“, berichtet Schwerdt.

Eher durch Zufall sind die Engländer Trevor und Lesley Sanders in Dötlingen gelandet. Da wundert es nicht, dass sie erst einmal nachfragen müssen, wie der Ort denn nun heißt. Die Sanders‘ sind auf dem Rückweg aus Kopenhagen, wo sie ihre Söhne besucht haben. „Schon auf der Hinfahrt haben wir in der Nähe, in Cloppenburg, einen Stopp eingelegt“, berichtet Lesley Sanders. „Schöne Gegend, viel Natur.“ Also fuhren sie und ihr Mann auch auf dem Rückweg wieder in der Region von der Autobahn ab und fanden den Campingplatz Aschenbeck. „Wir bleiben zwei bis drei Tage, ruhen uns etwas aus und schauen die Gegend an“, berichten sie.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Streiks in Frankreich gehen in neue Runde

Streiks in Frankreich gehen in neue Runde

Richtungskampf beim SPD-Parteitag

Richtungskampf beim SPD-Parteitag

Was bringt Ridepooling wirklich?

Was bringt Ridepooling wirklich?

Streiks in Frankreich gehen in neue Runde

Streiks in Frankreich gehen in neue Runde

Meistgelesene Artikel

LzO übergibt 10 000 Euro an Vereine

LzO übergibt 10 000 Euro an Vereine

Angeblich Ex-Partnerin vergewaltigt

Angeblich Ex-Partnerin vergewaltigt

Kreis prüft Ampel an Harpstedter Straße

Kreis prüft Ampel an Harpstedter Straße

Schläge für die Ex-Freundin

Schläge für die Ex-Freundin

Kommentare