LzO legt 2010 in allen Belangen zu: Bilanzsumme kratzt an Acht-Milliarden-Euro-Marke: „Lob muss auch mal sein“

„Wir haben den Aufschwung mitfinanziert“

„So hoch ist der Umsatz“ . . .: LzO-Vorstandschef Martin Grapentien (M.) veranschaulicht Direktionsleiter Jorg Niemann (l.) und Vorstandmitglied Dr. Eduard Möhlmann die Bilanz.

Oldenburg - OLDENBURG (dn) · Martin Grapentien hatte gestern beste Laune.

Der Chef der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) klopfte seinen Regionaldirektoren auf die Schulter, flachste mit den Vorstandskollegen und plauderte munter mit den Journalisten – die Zahlen, die er gestern während der Bilanzpressekonferenz in Oldenburg zu verkünden hatte, zauberte nicht nur auf das Gesicht des Vorstandsvorsitzenden der ältesten Sparkasse der Welt ein breites Grinsen. „Wir können stolz sein“, meinte Grapentien: „2010 war ein guter Jahrgang.“

In der Tat unterstrich die LzO im vergangenen Jahr in vielen Bereich ihre Ausnahmestellung: Die Bilanzsumme stieg um 4,3 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro vor allem dank des Einlagengeschäftes, das um satte sechs Prozent zulegte. „Das ist bemerkenswert und deutlich über dem Landesdurchschnitt“, betonte der LzO-Chef und legte noch eins drauf: „Wir waren in Niedersachsen mal wieder die wachstumsstärkste Sparkasse.“ Das Zahlenwerk dazu hatte Grapentien auch parat: An die Steigerung von 443 Millionen Euro an Kundengeschäftsvolumen des Oldenburger Kreditinstitut kam kein anderes heran. Was Grapentien zu markigen Worten inspirierte: „Dass die Krise vorüber ist, haben auch wir zu verantworten. Wir haben den Aufschwung mitfinanziert.“ Den eigenen inklusive: Das Betriebsergebnis ist um 12 Millionen auf knapp 100 Millionen Euro gestiegen und beträgt 1,25 Prozent der Durchschnittsbilanzsumme. Der Jahresüberschuss von 15,8 Millionen Euro wird komplett in die Erhöhung des Eigenkapitals gesteckt; außerdem förderte die LzO-Kulturstiftung 2010 846 Projekte mit einer Summe von insgesamt 2,2 Millionen Euro. „Das darf man ruhig betonen“, sagte Grapentien: „Lob muss auch mal sein.“

Jörg Niemann, der Leiter der Regionaldirektion Wildeshauser Geest, war ob des Ergebnisses geradezu begeistert. „Das ist schon Wahnsinn“, meinte Niemann, der im Landkreis Oldenburg mit seinen 110 Mitarbeitern eines der Zugpferde war: „Wir sind unter den Regionaldirektionen wieder ganz oben dabei.“

Die Miene seines Vorstandschefs verfinsterte sich gegen Ende der Pressekonferenz dann aber doch einmal. Dass die LzO-Mitarbeiter bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht registriert werden müssen, die die deutschen Kreditinstitute überwacht, fand Grapentien alles andere als komisch. „Im Gegenteil“, meinte er: „Das ist schlimm. Auch wir haben schließlich Gefühle.“

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