Gebäude des ehemaligen Lokals „Zum Alten Wittekind“ soll entfernt werden

In Zwischenbrücken rücken bald die Abrissbagger an

Dem Abriss geweiht ist dieses Gebäude in Zwischenbrücken.

Wildeshausen - Das Gebäude des ehemaligen Lokals „Zum Alten Wittekind“ in Zwischenbrücken dürfte bald abgerissen werden. Der Bauausschuss empfahl den Rückbau bei zwei Gegenstimmen der UWG. Mit dem Antrag für einen Neubau befasst sich der Rat erst später.

Im Rahmen der Bauausschusssitzung am Donnerstagabend ging es vorrangig um die Frage, ob das Gebäude ortsbildenprägend und somit schützenswert ist. Hermann Hitz und Heiner Spille (beide UWG) sahen das so. Deshalb, so Hitz, solle die Verwaltung noch mal in die Prüfung gehen und den Antrag erneut vorlegen.

Bürgermeister Jens Kuraschinski machte jedoch deutlich, dass die Stadt Fristen einhalten muss. Beim Ablauf der gesetzlich vorgeschriebenen acht Wochen könne ohnehin abgerissen werden. Ob ein Gebäude ortbildprägend sei, liege oft im Ermessen des Betrachters, so der Bürgermeister. Fachbereichsleiter Bau Michael Müller widersprach zudem der Einschätzung des fraktionslosen Ratsherrn Karl Schulze Temming-Hanhoff, das Haus stehe unter Denkmalschutz. Temming-Hanhoff hatte weiter kritisiert, das beantragte neue Gebäude sei deutlich zu breit und entspreche nicht dem Bebauungsplan. Er beantragte deshalb, eine Abrissgenehmigung nur bei positivem Baubescheid zu erteilen, erhielt dafür aber keine Mehrheit.

„Nicht in die Länge ziehen“

Nach Angaben der Architektin Imke Hillmann ist der Neubau genau nach den Vorschriften des Bebauungsplanes entworfen worden. Man könne sogar noch höher bauen, betonte sie. Die Erschließung sei über ein Privatgrundstück gesichert. Zudem würden alle Brandschutzvorschriften eingehalten.

„Wir sollten das nicht in die Länge ziehen“, forderte der CDU-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Sasse. Die Frage, ob das Gebäude erhaltenswert sei, stelle sich nicht, denn es gebe Niemanden, der die Sanierung bezahlen wolle. Hartmut Frerichs (SPD) behauptet außerdem, das Gebäude sei mindestens schon fünfmal umgewandelt worden.

Der Ausschuss legte also gegen den Abriss kein Veto ein. Es soll aber auf Wunsch von Sasse gewährleistet werden, dass die Abrissfahrzeuge nicht die Holzbrücke im rückwärtigen Bereich nutzten.

dr

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