Ferienpass-Angeln des Fischereivereins

Zwillinge Lasse und Ole landen 48-Zentimeter-Karpfen

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Stolz präsentierten die Zwillingsbrüder Lasse und Ole Gabelmann ihren 48-Zentimeter-Karpfen.

Wildeshausen - „Über die Fische, die wir nicht gefangen haben, reden wir viel länger als über die, die wir gefangen haben“, vertraute Jens Pfänder vom Fischereiverein Wildeshausen seinen „Angelschülern“ während der Ferienpass-Aktion am Sonnabendvormittag am Teich auf der Burgwiese an.

Die elfjährigen Zwillinge Lasse und Ole Gabelmann aus Düngstrup glaubten ihm das aufs Wort. Die Brüder konnten selbst schon einiges an Angelerfahrung vorweisen. Aber auch der neunjährige Sebastian und der zehnjährige Jan machten bei ihren ersten Angelversuchen in den frühen Morgenstunden die leidvolle Erfahrung, dass ein Fisch, der eigentlich schon angebissen hatte, dem Angler auch nochmal durch die Lappen gehen kann.

Bereits um 8 Uhr hatten sich 13 Ferienpass-Teilnehmer zwischen neun und zwölf Jahren um die erfahrenen Angler des Fischereivereins geschart. „In diesem Jahr sind es alles Jungs“, stellte Heiko Bitter, der im Verein gemeinsam mit Roger Knoblauch und Waldemar Lenz als Jugendwart fungiert, schmunzelnd fest. Einen Vormittag durften die Jungen nun ihrem „Jagdtrieb“ frönen und dabei ganz nebenbei viel über Natur, die verschiedenen Fischarten und die richtige Angeltechnik lernen.

Übung gehört dazu

„Der Angler führt den Fisch in den Kescher – sonst kann es leicht passieren, dass der Fisch beim Versuch des Herauskescherns wieder vom Haken springt“, erklärte Bitter dem Angler-Nachwuchs. Denn genau das war den zwei Angler-„Lehrlingen“ Jan und Sebastian bei ihrem ersten Versuch passiert. Ein wenig Übung gehört eben zur Handhabung der Angler-Ausrüstung durchaus dazu – und beim zweiten, dritten und vierten Mal klappte es bei den beiden dann auch schon viel besser: Zwei Brassen, ein Karpfen und eine Schleie gingen ihnen in recht kurzer Zeitfolge ins Netz.

Glück gehört zum Angelerfolg ganz klar dazu – auch das lernten die Teilnehmer. Aber die Fische im Burgteich schienen den Kindern durchaus wohlgesonnen. „Hier sind wir nur mit unseren Kindern und Jugendlichen zu besonderen Aktionen“, erklärte Bitter. So wird der Burgteich lediglich ein- bis zweimal im Jahr beangelt, was zur Folge hat, dass die Fische sich sicher und geborgen fühlen. „Hier fühlen sich ganz verschiedene Fischarten wohl“, berichtete Bitter. Bei Ferienpass-Aktionen in den vergangenen Jahren wurden nicht nur Brassen, Karpfen, Schleien und Ukeleien, sondern auch schon Aale und Barsche und sogar Raubfische wie Hechte oder Zander aus dem Wasser geholt.

Den ersten Karpfen – und zwar ein 48-Zentimeter-Exemplar – holten am Sonnabend die Zwillingsbrüder Ole und Lasse aus dem Teich. „Wir rufen gleich unsere Mutter an, damit sie was zum Transportieren mitbringt, wenn sie uns abholt“, meinten die Brüder und freuten sich bereits auf ein leckeres Fischessen. Auch eine Schleie, die als besonders schmackhafter Speisefisch gilt, ging ihnen ins Netz.

Mittags stärkten sich die Ferienpass-Teilnehmer jedoch erst einmal gemeinsam mit Bratwurst vom Grill. Denn auch wenn man beim Angelsport stets in der Nähe seiner Rute bleibt, macht so ein Vormittag am Teichufer doch ganz schön hungrig.

Ab 14 Jahren können Jugendliche im Verein bereits ihre Fischerprüfung ablegen. Dazu müssen 600 Fragen aus den Bereichen Tierkunde, Gesetzeskunde, Naturschutz, Angelausrüstung und Verhalten am Gewässer beantwortet werden.

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