„Massenanfall von Verletzten“ in Wildeshausen

Zweiter Kellerbrand in einem Haus

Feuer in Wildeshausen: Mehrere Notärzte waren vor Ort.
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Feuer in Wildeshausen: Mehrere Notärzte waren vor Ort.

Wildeshausen – Bereits zum zweiten Mal ist es in der Nacht zu Samstag in einem 16-Parteien-Haus an der Visbeker Straße in Wildeshausen zu einem Brand gekommen. Erst vor zwei Monaten hatte es in einem Keller des selben Hauses ein Feuer gegeben – allerdings auf der anderen Seite.

Der Alarm wurde um 1.05 Uhr ausgelöst. Als die Wildeshauser Feuerwehr eintraf, standen bereits mehrere Personen auf den Balkonen und riefen um Hilfe.

Aufgrund der Vielzahl an Personen löste der Rettungsdienst einen „Massenanfall von bis zu zehn Verletzten“ aus und rückte mit mehreren Rettungswagen zur Einsatzstelle aus.

Insgesamt 28 Personen wurden laut Polizeibericht durch die alarmierten Rettungskräfte in Augenschein genommen. Ein zwölfjähriges Mädchen wurde mit dem Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht.

Rettungszelt aufgebaut

Die Bewohner wurden in einem eigens aufgebauten Rettungszelt von einem Notarzt gesichtet, doch zum Glück wurde niemand ernsthaft verletzt. Offenbar geschult von dem letzten Brand hatten die Anwohner alles richtig gemacht und in ihren Wohnungen auf Hilfe gewartet, statt selbst ins Freie zu gelangen.

Der Brand konnte recht schnell im Keller gelöscht werden, die weiteren Maßnahmen an der Einsatzstelle inklusive den Entrauchungs- und Aufräumarbeiten zogen sich llaut Feuerwehrpressesprecher Daniel Engels über einen längeren Zeitraum hin, bis letzt endlich die Einsatzstelle an die Polizei übergeben werden konnte.

„Wenn viele Rauchgase durch das Treppenhaus ziehen, ist es wichtig, die Türen geschlossen zu halten, zwei bis drei Atemzüge reichen aus, um zu sterben“, so die Einschätzung Feuerwehr.

Ein nur in Unterhose bekleideter Bewohner störte den Feuerwehreinsatz. Er lief immer wieder in die Einsatzstelle und das Haus und musste schließlich von der Polizei festgenommen werden.

Alle Bewohner konnten wieder in die Wohnungen

Nach Abschluss der Löscharbeiten konnten alle Bewohner wieder zurück in ihre Wohnungen. Eingesetzt waren die Feuerwehren aus Wildeshausen, Düngstrup, Dötlingen, Neerstedt mit 56 Kräften sowie der Rettungsdienst der Rettungsdienst des Landkreises Oldenburg mit 28 Kräften.

Die Schadenshöhe steht noch nicht fest. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.

„Bei diesem umfangreichen und kritischen Einsatz zeigte sich, wie die unterschiedlichen Instanzen, beginnend von der Großleitstelle Oldenburger Land über die Feuerwehreinsatzkräfte sowie die Rettungs- und Betreuungskräfte sehr gut zusammengewirkt haben und so diesen Einsatz zum Erfolg ohne Personenschaden geführt haben. Besonders die teils auch gemeinsame Ausbildung der unterschiedlichen Einsatzkräfte zeigte bei diesem Einsatz die Notwendigkeit“, so Engels abschließend.

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