Amerikanischer Pensionsfonds muss entscheiden, ob neuer Rewe-Markt gebaut wird

In zwei Wochen rollen bei Wolters die Abrissbagger an

Das Restaurant Wolters ist geschlossen und ausgeräumt. In zwei Wochen wird das Gebäude abgerissen. - Fotos: Rohdenburg

Wildeshausen - Die Räume sind leer, um das Gebäude steht ein Zaun. Lediglich das Schild erinnert noch an das Restaurant Wolters in Wildeshausen. In zwei Wochen rückt der Abrissbagger an, bis Ende April muss alles weg sein. Dann ist ein Traditionsgebäude in der Kreisstadt nur noch Geschichte. Was danach kommt, ist noch unklar.

Am Silvesterabend hatte Barbara Wolters die Tür für immer geschlossen. Danach wurde das Hotel mit der langen Geschichte (siehe Kasten) ausgeräumt. Zwei Monate hatte die Inhaberin dafür Zeit.

Das Grundstück mit der Immobilie gehört Wolfgang Warkotz. Das Areal ist 2 521 Quadratmeter groß und liegt direkt neben dem Rewe-Markt. Deshalb richten sich auch die Pläne für die Zukunft des Areals nach der Perspektive für den benachbarten Supermarkt, der baulich in die Jahre gekommen ist. „Seit 1983 habe ich zunächst mit Kafu und dann mit Rewe zusammengearbeitet“, berichtet Warkotz. Wenn ein Supermarkt 30 Jahre alt sei, dann sei es höchste Zeit für Veränderungen. Die Substanz des Gebäudes sei nicht mehr zeitgemäß.

Das Unternehmen ist ohnehin an der Stelle nicht gut aufgestellt. Supermarkt und Getränkehandel sind getrennt. Die Gesamtverkaufsfläche beträgt 1 733 Quadratmeter. Ein neuer Markt müsste etwa 2 100 Quadratmeter haben, damit er als Vollsortimenter konkurrenzfähig ist. „Ich halte viel davon, den Bereich als Gegengewicht zum Westring zu stärken“, so Warkotz. Der Wildeshauser Investor ist aber nicht derjenige, der entscheidet. Das Grundstück, auf dem der Rewe steht, gehört einem amerikanischen Pensionsfonds. Dessen Vetreter in Berlin müssen entscheiden, ob sie für Rewe einen neuen Markt bauen wollen, den der Einzelhandelsriese dann mietet. Diese Weichen könnten möglicherweise schnell gestellt werden. „Dann wäre es auch möglich, dass dort bald ein neuer Supermarkt gebaut wird“, so Warkotz, der für das Grundstück, auf dem noch Wolters steht, zunächst Supermarkt-Parkplätze plant.

Bevor es einen neuen Rewe geben kann, muss der Rat der Stadt sein Einverständnis erklären. Ein grundsätzliches Einvernehmen zur Vergößerung der Verkaufsfläche hat er jedoch schon für vier Märkte, darunter Rewe, in der Stadt erteilt. Auch das Einzelhandelsentwicklungkonzept empfiehlt einen größeren Markt am Rewe-Standort. „Ich würde dann meine Flächen im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrages für Parkplätze verpachten“, kündigt Warkotz an. Diese wären für einen neuen Super- mit Getränkemarkt an der Stelle unbedingt erforderlich. Sollte sich der Pensionsfonds jedoch anders entscheiden, hat der Investor bereits einen zweiten Plan in der Tasche. Dann könnten in dem Bereich unter anderem Wohnungen entstehen.

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