Bremen-Osnabrück: Teilsperrung der Bahnstrecke bis zum 8. August 

Dreifache Fahrzeit zwischen Wildeshausen und Bramsche

Von der Kreisstadt aus geht es momentan mit dem Zug nur in Richtung Bremen. Züge aus der Hansestadt enden hier, die Reisenden müssen bis zum 8. August auf Busse umsteigen. - Fotos: Petzold

Wildeshausen - Von Phillip Petzold. Noch bis zum 8. August müssen Bahnreisende auf der Strecke von Wildeshausen nach Bramsche auf den Schienenersatzverkehr ausweichen. Die Fahrtzeit erhöht sich dadurch um zwei Stunden. Grund hierfür sind Bauarbeiten. Die übliche Fahrzeit beträgt 1:10 Stunden.

„Größtenteils klappt es, die Leute wissen Bescheid“, sagt Ahmet Kocdemir. Er ist Fahrer für den Schienenersatzverkehr. „Nur manche Flüchtlinge haben Probleme. Die sprechen teilweise kaum Deutsch und verstehen natürlich nicht sofort, was hier geschieht“, merkt der 31-jährige Busfahrer an.

„Auf unser Geschäft hat das bislang keine Auswirkungen. Wir haben eigentlich nicht mehr Arbeit“, so Taxifahrerin Irina Müller, die mit ihrem Wagen am Wildeshauser Bahnhof steht. Bislang nähmen fast alle Passagiere die bereitgestellten Busse und stiegen nicht auf das Taxi um.

Grund für die Streckensperrung sind Bauarbeiten. So werden zwischen Hesepe und Neuenkirchen Gleise erneuert und zwischen Lohne und Wildeshausen Brückenarbeiten durchgeführt.

Durch den Schienenersatzverkehr verlängert sich die Fahrzeit zwischen Wildeshausen und Bramsche deutlich.

„Ich fahre die Strecke nicht regelmäßig und bin nur auf dem Weg zu einem Termin in Vechta“, so eine Reisende. „Aber ich habe mich im Internet informiert und auf die längere Reisezeit eingestellt.“ Der Bus startet am Bahnhof Wildeshausen. Nach Lohne beträgt die Fahrtzeit etwa eine gute Stunde. Wer nach Bramsche weiterreisen möchte, muss in Lohne fast 50 Minuten auf die Weiterfahrt warten. Also dauert die Fahrt etwa zwei Stunden länger als mit der Bahn.

Der durch die Baumaßnahmen betroffene Abschnitt liegt auf der Verbindung Bremen-Osnabrück und wird von der Nordwestbahn (NWB) bedient. Informiert wurde vorab über das Internet, Aushänge an Bahnhöfen und in den Zügen. „Bislang gab es keine Beschwerden. Die meisten Fahrgäste scheinen informiert zu sein. Bei Fragen stehen unsere Mitarbeiter in den Zügen bereit“, so Stephanie Nölke, Pressesprecherin bei der NWB. 

Durch den Transport mit Bussen ergeben sich einige Einschränkungen. So ist die Fahrradmitnahme nicht möglich und mobilitätseingeschränkte Fahrgäste sollten sich vor der Fahrt bei der Hotline der NWB (Tel. 01806/600161) melden. „Dadurch können wir uns besser auf die Bedürfnisse der Betroffenen einstellen und ihnen die Reise erleichtern“, so Nölke. „Momentan gehen wir davon aus, dass alle Maßnahmen im Zeitplan umgesetzt werden und wir die Strecke ab 8. August wieder befahren können.“

Verantwortlich für die Arbeiten ist jedoch nicht die NWB, sondern die Deutsch Bahn, da dem Unternehmen die Gleise und alle dazugehörigen betriebsnotwendigen Anlagen gehören.

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