Stadt plant neue Baugebiete / Umgeleitete Trasse kostet 1,4 Millionen Euro

Zwei Strommasten müssten weg

Stehen Wohnbauflächen und der Entlastungsstraße im Weg: Diese Strommasten sollen schon bald abgebaut werden.
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Stehen Wohnbauflächen und der Entlastungsstraße im Weg: Diese Strommasten sollen schon bald abgebaut werden.

Wildeshausen – Die Zahl der Einwohner in Wildeshausen soll weiter wachsen. Außerdem möchte die Kreisstadt die Nachfrage nach Grundstücken für Ein- und Zweifamilienhäuser weiter befriedigen.

Zu diesem Zweck soll möglichst schnell ein neuer Bebauungsplan für das Gebiet „Vor Bargloy“ aufgestellt werden. Er sieht auf dem derzeit landwirtschaftlich genutzten Areal zwischen der bereits bestehenden Bebauung und einem Bauernhof neue Wohnbauflächen vor. Die Planung wird am Donnerstag ab 18.15 Uhr im Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt in der Sporthalle der Wallschule vorgestellt.

Mast auf der geplanten Entlastungsstraße

In einem anderen Tagesordnungspunkt geht es darum, die Weichen für weitere Bebauung im Bereich zwischen dem landwirtschaftlichen Anwesen und dem Gewerbegebiet am Westring zu stellen. Dort soll es ebenfalls Platz für Häuser geben. Zudem ist geplant, auf diesem Areal die Entlastungsstraße vom Bargloyer Weg bis zur Ahlhorner Straße zu bauen. Dafür muss jedoch die 110-kV-Leitung umgelegt werden, weil ein Mast einer guten Ausnutzbarkeit der Fläche für Baugrundstücke im Weg steht und sich ein anderer genau dort befindet, wo die Trasse der geplanten Entlastungsstraße verlaufen soll. „Sollte der Mast an der Stelle verbleiben, müsste die Entlastungsstraße verlegt werden, und hierfür bedarf es einer Änderung mehrerer Bebauungspläne“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung. Zudem hätte das Auswirkungen auf die bereits erfolgte Aufnahme der Entlastungsstraße ins Mehrjahresprogramm zur Förderung nach dem Niedersächsischen Gemeindefinanzierungsgesetz.

Drei neue Masten erforderlich

Die „Avacon“ als Leitungsträgerin hat nun verschiedene Varianten in Erwägung gezogen. Laut Einschätzung der Stadtverwaltung sollte der Vorschlag gewählt werden, der die größtmögliche Verfügbarkeit von Flächen ermöglicht und keine Trassenverlegung der Entlastungsstraße erforderlich macht. Danach würden zwei Masten entfernt und drei Masten neu gebaut werden müssen. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,4 Millionen Euro zuzüglich 35 000 Euro für die Konzeption. Dagegen dürften dann noch nicht bezifferte Mehrerlöse durch den Verkauf von Grundstücken stehen.

Wie viele neue Bauplätze in dem zunächst geplanten Gebiet westlich des landwirtschaftlichen Anwesens geschaffen werden können, ist noch nicht klar. Das Areal befindet sich nördlich des Barg-loyer Weges und östlich der Bargloyer Heide. Im Flächennutzungsplan sind bereits Wohnbauflächen ausgewiesen, der Bebauungsplan fehlt jedoch noch.

Viele Ein- und Zweifamilienhäuser möglich

Die Größe des Geltungsbereiches beträgt rund 58 000 Quadratmeter, von denen knapp 46 000 Quadratmeter als allgemeines Wohngebiet ausgewiesen werden sollen. Laut Planentwurf können anschließend an die bereits bestehende Bebauung Einzel- und Doppelhäuser errichtet werden. Am östlichen Rand des Bebauungsgebietes sollen auch Mehrfamilienhäuser zulässig sein. Hier sind dann zwei bis drei Vollgeschosse zuzüglich eines Staffelgeschosses möglich.

Ein Schwerpunkt soll im Zuge der Aufstellung des Bebauungsplanes auf eine ökologisch Ausrichtung gelegt werden. So sind Flachdächer erlaubt, die jedoch begrünt werden müssen. Auch bauliche und technische Maßnahmen für die Erzeugung, Nutzung und Speicherung von Strom, Wärme oder Kälte aus erneuerbaren Energien oder Kraft-Wärme-Kopplung sind zwingend vorgesehen.  dr

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