Alternativfläche im Wildeshauser Westen und Erweiterung des Areals in Aldrup

Zwei neue Vorschläge für Industrieansiedlungen

Die von der UWG in die Diskussion eingebrachte 7,6 Hektar große Fläche liegt unmittelbar an der Autobahnauffahrt Wildeshausen-West.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Während seiner Sitzung am 23. Februar könnte der Wildeshauser Stadtrat beschließen, die Entwicklung der Industriegebiete Wildeshausen-West und -Nord mit gleicher Intensität zu verfolgen. Die Zeit drängt auf jeden Fall für das Gebiet Wildeshausen-West, weil ein faunistisches Gutachten bald nicht mehr gültig ist und eingeplante Fördergelder wegfallen könnten. Deshalb regen UWG sowie Piraten/Grüne Alternativen an.

Wie berichtet, ist das Kostenrisiko groß für die Stadt Wildeshausen, wenn sie das 37 Hektar große Gebiet Wildeshausen-West in der Nähe der Autobahnabfahrt erschließen will. Wirtschaftsförderer Claus Marx nannte dem Ausschuss Eckdaten, nach denen der Grunderwerb 4,5 Millionen Euro kostet. Für die Erschließung wären 2,75 Millionen Euro nötig; die Kompensationsmaßnahmen würden 1,4 Millionen Euro verschlingen; der Planer würde rund 230 000 Euro verlangen. Dagegen stünden Zuschüsse der NB-Bank von rund zwei Millionen Euro, wenn das Projekt rechtzeitig in die Wege geleitet wird.

„Ein sehr großes Risiko“, findet Uwe Bock von der Piraten-Partei, die eine Gruppe mit den Grünen bildet. Seiner Ansicht nach dürfte es gar nicht genügend Bewerber für die riesige Fläche geben, „und am Ende verscherbeln wir die Grundstück zu einem kleinen Preis“, befürchtet er. Aus diesem Grund beantragt er, dass die Verwaltung Alternativen prüft. So möchte er erreichen, dass die Verwaltung eine fachkundige Stellungnahme zu einer Erweiterung des bereits bestehenden Industriegebietes Aldrup erarbeitet. In dem Bereich hat die Firma Agrarfrost große Flächen, die sie nicht komplett nutzt. Da der Betrieb aber keine Anteile verkaufen möchte, wäre eine Vergrößerung des Bereiches denkbar. Als Vorteil ließe sich erkennen, dass eine Erschließung nicht so teuer wäre wie in Wildeshausen-West. Gleichzeitig fehlt aber die Anbindung an eine Autobahn. „Das stört Agrarfrost ja aber auch nicht“, meint Bock.

Ein weiterer Alternativvorschlag wurde von UWG-Ratsherr Hermann Hitz eingebracht. Es handelt sich um eine 7,6 Hektar große Fläche im Westen vor der Autobahnabfahrt in der Nähe der Bauerschaft Aumühle. Wegen der Nähe zum Dorf könnte das Areal nur als eingeschränktes Industriegebiet genutzt werden. Alternativ könnten nördlich und östlich Lärmschutzwälle zum Schutz der Bevölkerung errichtet werden. Der Kapitalaufwand wäre deutlich geringer als für das Gebiet „Wildeshausen-West“. Außerdem würde die Fläche ausreichen, um umsiedlungswillige Betriebe wie „Kreienkamp“ oder „Grashorn“ aufnehmen zu können, die dann über eine direkte Autobahnanbindung verfügen würden.

Beide Alternativgebiete sind derzeit noch nicht in einer genaueren Planung. Ganz offensichtlich sollen nun zunächst Wildeshausen-West und -Nord (in Hockensberg auf dem Gebiet der Gemeinde Dötlingen) als interkommunale Industrie- und Gewerbegebiete gleichberechtigt favorisiert werden.

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