Bauminister Olaf Lies übergibt Förderbescheid in Wildeshausen

Zwei Millionen für das „Stadtgrün“

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Rundgang: Baudezernent Manfred Meyer, Abgeordneter Karl-Heinz Bley, Bürgermeister Jens Kuraschinski, Minister Olaf Lies und Hans Ufferfilge (Bauamt, v.l.).

Rundum gute Laune im Stadthaus Wildeshausen – zum einen, weil Niedersachsens Bauminister Olaf Lies (SPD) einen Förderbescheid über zwei Millionen Euro in der Tasche hatte. Zum anderen, weil damit endlich das Projekt „Zukunft Stadtgrün“ in Angriff genommen worden kann (wir berichteten).

Wildeshausen - „Die Sommerferien waren noch nie so lange wie diese“, sagte Bürgermeister Jens Kuraschinski, die Freigabe der Mittel sei von der Stadt schon „lange und sehnsüchtig“ erwartet worden. Denn ohne eine Unterstützung wäre das Ganze finanziell nicht zu bewältigen.

Profitieren sollen davon insbesondere die Wallanlage (unter anderen Barrierefreiheit) und die Burgwiese – der Ring zwischen den Bereichen soll wieder geschlossen werden. Das alte Feuerwehrhaus ist als künftiges Domizil für das Urgeschichtliche Zentrum vorgesehen. Die vorangegangene Städtebauförderung für Wildeshausen liegt rund 30 Jahre zurück.

Lies lobte die Arbeit, die die Wildeshauser im Vorfeld geleistet haben: Die Verwaltung für die gute Ausarbeitung der Unterlagen und Anträge, die politische Begleitung durch Bundes- und Landtagsabgeordnete als auch den politischen Willen, das Projekt anzugehen: „Der Rat muss den Mut haben, auch in den nächsten Jahren zu sagen, ,wir wollen das voranbringen.‘“ Sonst könne eine Gemeinde in 20 bis 30 Jahren so aussehen, wie es sich jetzt niemand vorstellen wolle. „Solche Gemeinden gibt es“, sagte Lies.

9,15 Millionen Euro umfasst das gesamte Programm. Bund und Land schießen zusammen zwei Drittel hinzu, den Rest trägt die Stadt. Die zweite Tranche ist in gleicher Höhe für das kommende Jahr beantragt, der Rest wird in kleineren Beträgen für die Jahre 2021 bis 2023 angefordert.

Einig waren sich die Gesprächsteilnehmer, darunter der CDU-Landtagsabgeordnete Karl-Heinz Bley, sowie die stellvertretenden Bürgermeister Evelyn Goosmann (SPD) und Wolfgang Sasse (CDU), dass eine Förderung der Kommunen verstetigt werden müsse. Baufachbereichsleiter Hans Ufferfilge stieß noch ein weiteres Thema an, das von Bedeutung für die Wittekindstadt ist – und bei dem finanzielle Unterstützung künftig unerlässlich sein wird: der Denkmalschutz. Und das betreffe nicht nur das Rathaus aus dem 15. Jahrhundert, sondern auch die bislang noch von der Polizei genutzten Gebäude an der Herrlichkeit in Wildeshausen. Diese denkmalgeschützten Bauten nach dem Umzug der Beamten zu sanieren, sei eine „Herkulesaufgabe“, pflichtete Sasse ihm bei – und Minister Lies ebenso.

Bei so viel Einigkeit blieb dem Gast aus Hannover noch etwas Zeit, bevor er weiter zu einem Termin ins Kreishaus musste. Und da er die Burgwiese „nur vom Sehen“ kenne, nutzte er die verbleibende Zeit für einen schnellen Rundgang inklusive Erklärungen der Gastgeber: Von der Burgwiese über die Melkerbrücke, zur alten Feuerwehr und zur Herrlichkeit. Hier konnte sich Lies persönlich von dem kläglichen Zustand der repräsentativen Gebäude überzeugen.

Nach einem kleinen Schlenker über die Wallanlagen ging es zurück zum Marktplatz. Dort verabschiedeten sich Kuraschinski und Bley von dem Gast aus Hannover – sie mussten weiter zum Stoppelmarkt nach Vechta.

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