Digitalisierung der Schulen: Großer Fördertopf für Stadt und Landkreis

Zwei Millionen Euro zu verteilen

An einigen Schulen im Landkreis, hier die Waldschule in Sandkrug, wird schon sehr digital gearbeitet. Foto: dpa

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Den Schulen in Wildeshausen stehen seit August insgesamt gut zwei Millionen Euro für die Digitalisierung zur Verfügung. Unsere Zeitung hat bei den Schulträgern nachgefragt, wie das Geld, das aus dem Digitalpakt von Bund und Land stammt, verwendet werden soll.

Die Stadt Wildeshausen ist Träger der Haupt- und der Realschule sowie der drei Grundschulen vor Ort. Zwei Förderanträge wurden bereits Anfang September gestellt, informiert Stadtsprecher Hans Ufferfilge. Es handelt sich um 57 700 Euro für die Einrichtung eines Wlan an der Holbeinschule. 76 300 Euro sollen an der Hauptschule zum Einsatz kommen, ebenfalls für die Ausrüstung eines drahtlosen Netzwerks mit Funkübertragung. Weitere Maßnahmen wurden für die kommenden drei Jahre in den Haushaltsplanentwurf aufgenommen, so Ufferfilge. „Dazu gehört unter anderem die Ausstattung mit interaktiven Tafeln oder die Anschaffung von Notebook-Klassensätzen einschließlich dazugehöriger Aufbewahrungs- und Ladevorrichtungen“, teilt er mit. Die öffentlichen Beratungen über den Etat für 2020 sind noch nicht angelaufen, sodass keine Details über die Ansätze bekannt sind.

Die Verteilung der Gelder richtet sich nach der Schüleranzahl. Außerdem steht ein Sockelbetrag pro Schule zur Verfügung. Laut Stadtverwaltung ergeben sich folgende Summen: 72 300 Euro für die Holbeinschule, 116 900 Euro für die Wallschule, 70 300 Euro für die St.-Peter-Schule, 164 100 Euro für die Hauptschule und 397 000 Euro für die Realschule.

Der Landkreis Oldenburg ist in Wildeshausen Träger des Gymnasiums, der Berufsbildenden Schulen (BBS) und der Hunteschule. Da die beiden Erstgenannten von der Schülerzahl her die größten in der Kreisstadt sind, stehen dem Kreis auch relativ viele Mittel zur Verfügung: 461 200 Euro fürs Gymnasium, 696 044 Euro für die BBS und 49 164 Euro für die Hunteschule. Da es sich um mehr Geld handelt, dauert die Vergabe und Planung auch entsprechend länger. „Wir haben bislang erst einen kleinen Antrag, quasi als Testballon für das Verfahren, an die Landesschulbehörde gerichtet, allerdings für eine Schule außerhalb Wildeshausens und für eine Beschaffungsmaßnahme für Anzeigegeräte“, teilt Kreisschulamtsleiter Maik Ehlers mit.

Für den Kreis und auch für die Schulen stehe das Thema Infrastruktur im Vordergrund, das heiße die Lan- beziehungsweise die Wlan-Versorgung. „Da sind wir aktuell dabei, für alle Schulen in unserer Trägerschaft die erforderlichen Schritte festzulegen und entsprechende Antragstellungen vorzubereiten.“ Deswegen kann er noch nicht sagen, welche Maßnahmen konkret vorgesehen sind. Derzeit befinde sich der Kreis noch mitten im Vorbereitungsprozess. „Wir gehen derzeit davon aus, dass ein Großteil der Maßnahmen in 2020 zur Umsetzung kommen kann und sehen vor, hierüber im Schulausschuss am morgigen Dienstag im Zuge der Haushaltsberatungen die Voraussetzungen dafür zu schaffen.“

Dem Kreis macht bei seiner Planung zu schaffen, dass die Schulen ganz unterschiedlich aufgestellt sind. So sei das Gymnasium Ganderkesee weitgehend saniert und auf die technische Aufrüstung vorbereitet. Andere Schulen wie die BBS befänden sich dagegen gerade mitten in einer Phase der Renovierung. Erst war man in der Verwaltung von Investitionen von 375 000 Euro pro Jahr für alle Kreisschulen ausgegangen. Das sei aber zu wenig, heißt es jetzt. Morgen sollen aktuelle Ansätze vorgelegt werden.

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