Investor legt Vorschläge für Wohn- und Geschäftshaus an der Westerstraße vor

Zwei Giebel passen sich ins Straßenbild ein

So könnte das neue Wohn- und Geschäftshaus an der Westerstraße aussehen. Die Animation des Architekten Christian Meyer-Ratz stellt verschiedene Verblender zur Auswahl.

Wildeshausen - Wie soll das neue Wohn- und Geschäftshaus an der Westerstraße 44 in Wildeshausen aussehen? Auf jeden Fall schöner, als das derzeitige Gebäude, in dem die OLB untergebracht ist. Heute Abend wird das Architektenbüro zahlreiche Entwürfe mit verschiedenen Verblendern vorstellen.

Das Haus soll sich optisch an das direkt daneben stehende Gebäude anpassen, das ebenfalls Investor Hermann Berding aus Cloppenburg gehört. Derzeit fällt die Immobilie eher auf, weil sie die Geschäftsstraße wenig schmückt. Die Mitglieder des Ausschusses für Stadtplanung, Bau und Umwelt hatten sich bereits im Juni mit den ersten Planungen beschäftigt und um eine konkrete Planung mit Detailansichten gebeten. Grundsätzlich wurde der Neubau befürwortet.

Auch in Zukunft soll im Erdgeschoss die OLB ansässig sein. In den darüber liegenden Geschossen ist die Errichtung von bis zu elf Wohnungen in unterschiedlichen Größen vorgesehen. Anlässlich des Bauvorhabens beabsichtig der Investor, die bislang für Kraftfahrzeuge nicht nutzbare Tiefgarage unter dem Gebäude an der Westerstraße 42 durch eine neue Zufahrt von der Neuen Straße zugänglich zu machen.

Die Ratsfraktionen haben sich vor Ort einen Eindruck verschafft. Um die Tiefgaragen-Zufahrt zu verlegen und die Fußgängerpassage zu verlängern, muss allerdings ein städtisches Grundstück genutzt werden. Sollte die Stadt dieses Areal zur Verfügung stellen, erklärt sich der Bauherr bereit, die Kosten zur Herstellung einer verkehrstauglichen Fläche zu tragen. 

Zudem muss ein Trafo der EWE versetzt werden. Die Kosten dafür würde ebenfalls der Bauherr übernehmen. Dafür wird allerdings eine Fläche der Stadt benötigt. Die von der Politik vorgeschlagene Standort-Alternative auf dem Parkplatz an der Neuen Straße hingegen ist sowohl wirtschaftlich als auch technisch wegen des bereits vorhandenen Leitungsaufkommens nicht sinnvoll, heißt es in einer Vorlage des Architekten Christian Meyer-Ratz.

Dem Ausschuss liegen heute Abend diverse Ziegel-Varianten für die Fassadengestaltung vor. Zudem stellt der Planer die Gebäudeperspektiven aus Sicht der Neuen Straße vor. Außerdem müssen sich die Politiker mit den Gebäudeabmessungen befassen. Laut den textlichen Festsetzungen des Bebauungsplanes darf die Fassadenbreite der Gebäude an der Westerstraße maximal 14 Meter betragen. 

Allerdings weist das aktuelle Gebäude schon eine Breite von 17 Metern auf. Eine in etwa gleich große Überschreitung der zulässigen Breite um drei Meter ist auch im Entwurf für das zukünftige Gebäude vorgesehen. Die Stadt muss deshalb ebenso wie die Baugenehmigungsbehörde des Landkreises eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes zulassen. - dr

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