Zustände in Bargloy weiter umstritten

Zuchtleiter soll Pferdehof bewerten

Wie waren die Zustände auf dem Hof in Bargloy? Ein Fall für den Tierschutz oder nicht strafwürdig?
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Wie waren die Zustände auf dem Hof in Bargloy? Ein Fall für den Tierschutz oder nicht strafwürdig?

Wildeshausen - Mit zwei Beweisanträgen ging heute die Verhandlung vor dem Amtsgericht in Wildeshausen gegen einen Pferdehalter aus Beckeln weiter, der wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz angeklagt ist. Am 18. März 2011 wurde sein Pferdehof in Bargloy geräumt. 43 Tiere kamen in die Obhut des Veterinäramtes und wurden später versteigert.

In dem Verfahren geht es vorrangig darum, zu klären, welche Zustände auf dem Hof herrschten, als die Pferde weggenommen wurden. Eine teilweise mangelhafte Hufpflege hatte der Angeklagte bereits eingestanden. Den Vorwurf, dass die Tiere schlecht ernährt wurden, möchte er aber nicht auf sich sitzen lassen. Deshalb sollen nun im Selbstleseverfahren 47 Quittungen aus den Wochen vor der Tierwegnahme ins Verfahren eingebracht werden. Daraus gehe hervor, so der Verteidiger, dass insgesamt 7750 Kilogramm Hafer im Wert von 2600 Euro als Futtermittel beim Raiffeisenmarkt in Wildeshausen bezogen wurden. „Quittungen für den Kauf von Heu können ebenfalls vorgelegt werden“, erklärte der Anwalt. „Wir möchten damit belegen, dass die Tiere ausreichend mit Futter versorgt wurden.“

Der Staatsanwalt betrachtete die Ernährungsfrage angesichts seiner Meinung nach gravierender weiterer Haltungsmängel zwar als „sehr weit in den Hintergrund getreten“, zeigte sich aber mit der Verlesung einverstanden.

Zudem beantragte die Verteidigung, den Zuchtleiter des Oldenburgischen Pferdezuchtverbandes, Dr. Wolfgang Schulze-Schleppinghoff, als Zeugen einzuladen. Dieser habe den Hof über Jahre gut gekannt sowie öfter besucht und könne die sachgerechte Haltung der Tiere bezeugen. Mehr dazu morgen in der WZ.

dr

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