„Zuschuss nicht an Chronik koppeln“

Bürgerverein Wildeshausen mahnt Unterstützung der Stadt an

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Vorstand Karl-August Kolhoff, Ehrenmitglied Manfred Rollié, Historikerinnen Eva-Maria Ameskamp und Cornelia Harms sowie Vorstand Bernd Oeljeschläger (v.l.). bei der Jahreshauptversammlung

Wildeshausen - Viel Diskussionsbedarf hatten am Mittwochabend die Mitglieder und der Vorstand des Bürger- und Geschichtsvereins (BGV) Wildeshausen, die sich zur Jahreshauptversammlung in der Gildestube in Wildeshausen trafen.

Nach der Begrüßung durch die Doppelspitze Bernd Oeljeschläger und Karl-August Kolhoff stellte Oeljeschläger den Jahresbericht 2016 vor. Mit Stolz kann der Verein, der derzeit 196 Mitglieder hat, zurückblicken. Veranstaltungen wie die Vortragsreihe „Geschichte im Rathaus” lockten viele Zuschauer an.

Kein Zuschuss im vergangenen Jahr

„Geschichtserfassung ist ja eher was nach innen Gerichtetes, und gerade deswegen müssen wir unbedingt an die Öffentlichkeit gehen”, mahnte Oeljeschläger und weckte damit den größten Diskussionsbedarf. Denn im vergangenen Jahr hat der BGV den bei der Stadt Wildeshausen beantragten Zuschuss von 15.000 Euro für sein Engagement und seine fachliche Dokumentation nicht ausbezahlt bekommen. Der Kompromiss, doch noch das Geld zu erhalten, wenn der BGV eine Chronik über die Jahre 2000 bis 2020 erstellt und diese zum Stadtjubiläum präsentiert, stieß kaum auf Begeisterung.

„Wenn es den Verein nicht gäbe, müsste die Stadt viel mehr Geld ausgeben, um die Geschichte der Stadt aufzubereiten und zu dokumentieren”, ermahnte Manfred Rollié, 2. Vorsitzender des BGV, die Vertreter der Stadt, Daniela Baron und Birte Garrelmann, den Verein weiter zu unterstützen und den Zuschuss nicht an die Erstellung einer Chronik zu koppeln. Auch Werner Stommel machte seinen Unmut Luft und verwies auf die ehrenamtliche Tätigkeit der Mitglieder zum Wohle der Stadt.

Nach 16 Jahren gab Rollié sein Vorstandsamt ab, bleibt dem Verein aber als erstes Ehrenmitglied erhalten. Er zeigte sich in seinen Dankesworten kämpferisch: „Das Thema Erhalt der Villa Knagge liegt mir sehr am Herzen. Es wird für mich immer wichtig bleiben, und ich möchte allen sagen, dass es sich lohnt, sich für Wildeshausen zu engagieren.“ Sein Amt im Vorstand wird zukünftig von seinem Sohn Stephan Rollié übernommen.

Das Programm für die kommenden Monate findet sich im Internet.

cr

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