Fachausschuss empfiehlt neue Richtlinie

Zuschüsse für Kulturarbeit bald fünf Jahre gültig

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Der Spielmannszug soll in Zukunft Pauschalen pro Mitglieder für Uniformen und Instrumente bekommen.

Wildeshausen - Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Tourismus, Sport und Kultur hat eine neue Richtlinie für Zuschüsse zu kulturellen Vorhaben auf den Weg gebracht. Ziel ist es, nicht mehr jedes Jahr über die einzelnen Anträge zu diskutieren, sondern den Institutionen sowie Vereinen eine Planungssicherheit über fünf Jahre zu geben.

Daniela Baron vom Stadtmarketing stellte den Ausschussmitgliedern am Donnerstagabend die Grundpfeiler des Richtlinienentwurfs vor, der auf Antrag der FDP-Fraktion erarbeitet worden war. „Ziel ist es, ein verlässliches und nachvollziehbares System zu finden, das Kulturschaffende dazu animiert, sich weiter zu engagieren und auch neue Ideen zu entwickeln“, so Baron. 

So soll in Zukunft ein Kulturbüro als Anlaufstelle für alle Kulturschaffenden fungieren. Auf Antrag von Rainer Kolloge (UWG) ist zudem geplant, den genauen Aufgabenbereich des Büros in der Richtlinie zu formulieren. Weiter soll es einen Jahresbericht und maximale Transparenz bei der Vergabe von Geldern geben.

Jährlich 25.000 Euro verfügbar

Jährlich ist veranschlagt, 25.000 Euro zur Verfügung zu stellen, die nach einem bestimmten Punktesystem verteilt werden. Die Zuwendungen richten sich nach der Zahl der aktiven Vereinsmitglieder, der Art der Projekte, den Nutzen der Aktivitäten für die Stadt und weiteren Aspekten. 50 Prozent der Mittel gehen in die Projektförderung.

Die andere Hälfte sollen die Kulturschaffenden pauschal und ohne Verwendungsnachweis bekommen. Darin enthalten sind beispielsweise Zuschüsse für Musikinstrumente oder Uniformen, für die die Vereine nun ansparen müssen.

Über die Verteilung der Mittel entscheidet ein Kulturbeirat, zu dem der Bürger- und Geschichtsverein, der Kulturkreis, die Jazzfreunde, Musik- und Gesangsvereine, Partnerschaftsvereine sowie das städtische Kulturbüro gehören. Dieses entscheidet bereits im Herbst über die Projektmittelverteilung – erstmals wohl schon in diesem Jahr.

Durchweg positive Äußerungen

Die Ausschussmitglieder äußerten sich einstimmig sehr positiv über das neue Konzept. Woldemar Schilberg (SPD) lobte: Das erscheint transparent und fair zu sein.“ Jens-Peter Hennken (CDW) schlug vor, die Verträge auf drei Jahre zu befristen, um dann zu prüfen, ob sich die neue Richtlinie bewährt hat. „Die Vereine erhalten dann weitere drei Jahre Sicherheit, sodass auch bei einem neuen Rat zunächst Klarheit besteht“, betonte er. Die Mehrheit entschied jedoch, zwar die Richtlinie zu gegebener Zeit zu überprüfen, aber die Verträge weiter über fünf Jahre laufen zu lassen.

Der Rat behält sich auch vor, darüber zu entscheiden, welche Vereine förderungswürdig sind. Die Nutznießer sollen jedoch nach Antrag von Sonja Plate (CDU) nicht explizit in der Richtlinie festgehalten werden. Es ist aber geplant, öffentlich zu machen, welche Gruppe mit welcher Summe unterstützt wird. Wichtige Voraussetzung für eine Förderung ist auch, dass im Verein überwiegend Wildeshauser aktiv sind.

dr

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