Corona-Inzidenzwert im Landkreis Oldenburg zu hoch

Zurück in die Kita-Notbetreuung

Wieder Notbetreuung: Die steigenden Infektionszahlen lassen dem Landkreis keine Wahl.
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Wieder Notbetreuung: Die steigenden Infektionszahlen lassen dem Landkreis keine Wahl.

Landkreis – Das dürfte ein Schock für viele Eltern im Landkreis Oldenburg sein, die ihren Nachwuchs in den Kindertagesstätten gut betreut wissen. Da die kumulative Sieben-Tages-Inzidenz am Freitag erneut auf mehr als 100 gestiegen ist, wird ab dem 31. März wieder nur Notbetreuung in den Einrichtungen angeboten.

„Davon kann man fast mit Sicherheit ausgehen“, sagte Martin Ahlrichs, Leiter des Kreis-Jugendamts, auf Nachfrage unserer Zeitung. Mit der frühzeitigen Info wolle er den Eltern jetzt mehr Zeit geben, sich vorzubereiten. „Sie werden Vorkehrungen treffen müssen.“

Das Jugendamt und die kreisangehörigen Kommunen haben am Freitag einen Brief an die Erziehungsberechtigten verfasst, der unserer Zeitung vorliegt. In dem Schreiben machen die Behörden deutlich, dass bei einer Corona-Inzidenz von 100 oder mehr an drei aufeinanderfolgenden Tagen im Landkreis Oldenburg der Betrieb der Kindertagesstätten wieder untersagt werden muss. „Dann gilt ab dem übernächsten Werktag wieder die Notbetreuung, die Sie in der Zeit vom 11. Januar bis zum 7. März erlebt haben“, heißt es in dem Schreiben an die Eltern.

Jugendamt rechnet mit weiter hohen Zahlen bei den Neuinfektionen

Das Jugendamt geht davon aus, dass auch in Zukunft mit steigenden beziehungsweise weiter hohen Zahlen bei den Neuinfektionen gerechnet werden muss. „Vor Ostern wird es keine Entspannung geben“, heißt es. Zwar besteht theoretisch noch die Chance, dass sich die Lage übers Wochenende entspannt. Aber davon geht Ahlrichs zurzeit nicht aus. Dafür gebe es keine Anzeichen.

Die Allgemeinverfügung wird also nach Einschätzung der Behörde aller Voraussicht nach ab Montag, 29. März, notwendig werden. Damit werde ab Mittwoch, 31. März, nur noch die Notbetreuung in den Kindertagesstätten möglich sein. Die Kinder, die vom 11. Januar bis 7. März betreut wurden, werden dann erneut kommen können, soweit keine Änderungen im Betreuungsbedarf eingetreten sind. „Die Nachweise dafür behalten ihre Gültigkeit und liegen der Kindertagesstätte noch vor“, so das Jugendamt.

Schwierige Situation für Eltern und Kinder

Für neue Anträge auf Notbetreuung besteht dann wieder die Pflicht der Kindertageseinrichtungen, die Notwendigkeit zu überprüfen. Die Erziehungsberechtigten müssen entsprechende Nachweise erbringen. Reichen die Notbetreuungsplätze nicht aus, kann es sein, dass sowohl bisherige als auch neue Notbetreuungskinder nicht weiter teilnehmen können.

„Wir alle haben gehofft, dass die vielen Einschränkungen erfolgreich sind und die Infektionszahlen zurückgehen. Leider ist dies nun nicht der Fall“, heißt es vom Jugendamt und den Kommunen im Schreiben an die Eltern. „Wir wissen, wie schwierig es erneut für Sie und Ihre Kinder ist, haben aber angesichts der Verordnung des Landes und angesichts des Infektionsgeschehens keine andere Wahl.“

Theoretisch hätte Ahlrichs mit der Notbetreuungs-Bekanntmachung auch noch bis Montag warten können. „Sollte es wegen überraschenderweise sinkender Zahlen doch nicht notwendig sein, nehmen wir das gerne zurück“, sagt er. Priorität habe aber, dass die Eltern frühzeitig Vorkehrungen treffen könnten.  

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