Hartmut Huntemann geht nach zehn Jahren als Küster der St.-Peter-Gemeinde in den Ruhestand

Zum Dienstantritt musste er Schnee schieben

Nachfolge geregelt: Hartmut Huntemann (r.) geht in den Ruhestand. Hans Seibert übernimmt das Küsteramt.
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Nachfolge geregelt: Hartmut Huntemann (r.) geht in den Ruhestand. Hans Seibert übernimmt das Küsteramt.
  • Dierk Rohdenburg
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Wildeshausen – Rund ein Jahrzehnt hat sich Hartmut Huntemann als Küster um die Immobilien der St.-Peter-Gemeinde in Wildeshausen und Ahlhorn sowie die Vorbereitung der verschiedenen Messen und weiterer Veranstaltungen gekümmert. Am Freitag ist sein letzter Arbeitstag. Der 63-Jährige geht in den Ruhestand und möchte sich mehr um die Familie, insbesondere die Enkeltochter, kümmern.

Am Sonntag wurde Huntemann zwar schon feierlich von Pastor Ludger Brock verabschiedet. Er ist aber in diesen Tagen noch viel unterwegs. So arbeitet er unter anderem seinen Nachfolger Hans Seibert ein, der ab dem 1. August mit einer vollen Stelle startet. Seibert ist in der Gemeinde kein Unbekannter. Er hat sich bislang in erster Linie um die Außenanlagen gekümmert und kennt sich von daher dort schon gut aus.

Huntemann startete am 1. Februar 2010 in Wildeshausen bei der Kirche. „Mein erster richtiger Einsatz war das Schneeschieben“, erinnert er sich. Darauf sei er gar nicht so richtig vorbereitet gewesen, denn es vom Vorgänger habe es geheißen, dass das in Wildeshausen kaum vorkomme. Von wegen! In der Kreisstadt gab es damals so viel Schnee, dass Huntemann schon früh morgens schauen musste, ob es wieder geschneit hat.

Im Laufe seiner Dienstzeit hat der Küster mit neun Pastoren zusammengearbeitet. Das ist eher ungewöhnlich für eine katholische Kirchengemeinde. Doch in Wildeshausen gab es in dieser Zeit mehrere Wechsel.

Einschneidende Ereignisse waren Huntemann zufolge die große Renovierung des Gotteshauses in Wildeshausen und die Brandstiftung im vergangenen Jahr. „Wahnsinn, wie der Qualm aus dem Sitzkissen durch die Kirche gezogen ist“, wundert er sich noch heute. Der Innenraum sei danach so verrußt gewesen, dass er komplett gesäubert werden musste. „Die Orgel musste auseinandergebaut und alle Pfeifen gereinigt werden. Das war das Schlimmste, was ich in den vergangenen zehn Jahren hier erlebt habe“, so Huntemann.

Wenn der Küster am 31. Juli zum letzten Mal die Tür hinter sich zuzieht und den Schlüsselbund an seinen Nachfolger übergibt, ist er aber immer noch nicht ganz weg. „Die Urlaubsvertretung werde ich noch machen“, kündigt Huntemann an. Außerdem schaut er sicherlich regelmäßig im Pfarrbüro vorbei. Dort ist seit gut einem Jahr seine Frau Regina als Sekretärin beschäftigt.  dr

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