DRK-Haus hofft auf Anschlussförderung

Zukunft weiter ungewiss

Das Mehrgenerationenhaus in Wildeshausen ist ein beliebter Treffpunkt.

Wildeshausen · Die Zukunft der Mehrgenerationenhäuser ist weiterhin ungeklärt. Das betrifft auch das Haus des Deutschen Roten Kreuzes in Wildeshausen, denn die Finanzierung ist ab Ende dieses Jahres ungeklärt. Mit dem Thema befassten sich jetzt die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion.

„Die Bundesregierung hat dem Druck der SPD endlich nachgegeben und kündigt ein neues Programm für die Mehrgenerationenhäuser ab 2012 an“, so die Einschätzung der Sozialdemokraten. „Viele Fragen bleiben allerdings offen: Wie viele und welche Träger in Zukunft weiter gefördert und wie die Förderbedingungen ausgestaltet werden, sagt das zuständige Bundesfamilienministerium nicht.“

Der Geschäftsführer Jürgen Vosteen und sein Stellvertreter Oliver Brinkhuis vom DRK-Kreisverband Oldenburg-Land hatten den Politikern die Situation des Mehrgenerationenhauses Wildeshausen ausführlich geschildert.

Insbesondere die beiden Wildeshauser Kreistagsabgeordneten Hannelore Hunter-Roßmann und Franz Duin sorgen sich um die Zukunft des Mehrgenerationenhauses: „Das Familienministerium hat monatelang wertvolle Zeit verstreichen lassen. Nun drängt die Zeit, um eine nachhaltige Anschlussförderung auszuarbeiten. Die Träger müssen mit weiteren Monaten der Ungewissheit rechnen, bis ein neues Bundesprogramm ausgeschrieben wird. Sie werden sich neu bewerben müssen, die Bundesförderung wird nicht automatisch verlängert.“

Um mehr Licht ins Dunkel zu bringen, hat die SPD-Bundestagsfraktion vergangene Woche eine Kleine Anfrage in den Deutschen Bundestag eingebracht. Mit der Antwort der Bundesregierung ist Anfang Februar zu rechnen.

„Je länger sich die Ungewissheit hinzieht, desto größer ist das Risiko, dass die hauptamtlichen Mitarbeiter sich andere Jobs suchen, weil ihre Verträge Ende 2011 auslaufen – das gut eingespielte Team wird somit auseinandergerissen“, warnt Hannelore Hunter-Roßmann.

„Das Ministerium darf sich in seinen Antworten um wichtige Details nicht länger herumdrücken. Die Frage nach einer Übergangsfinanzierung für Häuser, deren Förderung bereits 2011 endet, drängt“, so Kreistagsabgeordneter Klaus Budzin aus Harpstedt und Harald Meyer aus Dötlingen. Die Besucher des Mehrgenerationenhauses kämen nicht nur aus Wildeshausen, sondern auch aus den angrenzenden Gemeinden Harpstedt und Dötlingen. Das Angebot sei vielfältig und beziehe alle Generationen aktiv ein.

Auch Institutionen des Landkreises Oldenburg, wie etwa die offene Beratung des Frauen- und Kinderschutzhauses, nutzen die Räumlichkeiten.

Das Aktionsprogramm „Mehrgenerationenhäuser“ wurde im Jahr 2006 von der damaligen Familienministerin Ursula von der Leyen gestartet, um den sozialen Zusammenhalt der Generationen vor Ort zu stärken. Die Ministerin war schon mehrmals in Wildeshausen zu Besuch, um sich über die Arbeit zu informieren.

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