Coronafolgen und das UZW

Zukünftiger Landrat Christian Pundt im Interview: „Ich sehe mich als Gestalter“

Der neue Landrat Christian Pundt nimmt demnächst nicht mehr in der Gemeinde Hatten, sondern im Kreishaus in Wildeshausen Platz.
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Der neue Landrat Christian Pundt nimmt demnächst nicht mehr in der Gemeinde Hatten, sondern im Kreishaus in Wildeshausen Platz.

Christian Pundt wird neuer Landrat im Landkreis Oldenburg. Im Interview nimmt er Stellung zum geplanten Krankenhausausbau und zum Urgeschichtlichen Zentrum.

Es sind nicht einmal mehr zwei Wochen, dann tritt Christian Pundt den Posten als Landrat des Landkreises Oldenburg an. Auf den Nachfolger von Carsten Harings warten große Aufgaben. Allerdings hat er selbst auch einiges vor, wie er im Interview erzählt.

Herr Pundt, am Montag, 1. November, nehmen Sie Ihre Arbeit als Landrat auf. Was gehört für Sie zu einem gelungenen ersten Tag im neuen Amt?

Ein gelungener Tag beginnt mit dem ersten Eindruck und der Vorstellung bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ich möchte das Team weiter kennenlernen, die bisherigen Arbeitsabläufe sehen, zuhören und auch viele Fragen stellen. Helfen werden mir auch die bisher geführten Übergabegespräche mit Carsten Harings und dem ersten Kreisrat Christian Wolf. Der Arbeitsplatz wird eingerichtet, und der Arbeitstag ist gelungen, wenn ich mit einem guten Gefühl am Abend wieder den Weg nach Hause antrete.

Und wenn wir ein bisschen vorausblicken: Was wollen Sie nach den ersten 100 Tagen im neuen Amt geschafft haben?

Ich möchte innerhalb der 100 Tage ein wichtiger Teil des Teams im Kreishaus sein, denn ohne die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kann ich als Landrat keine erfolgreiche Arbeit leisten. Wichtige Akzente möchte ich im Bereich der Nachhaltigkeit setzen. Dies schließt insbesondere die Themen Klimaschutz, Mobilität, Bildung und Digitalisierung ein.

Auch die Coronafolgenbewältigung, sei es wirtschaftlich, auf der Ebene der Seniorenarbeit sowie Jugendförderung, werden viel Aufmerksamkeit erfordern. Hier werden wir eventuell schnell handeln müssen.

Alles in allem ist es wichtig, alle Themen sorgfältig mit den politischen Gremien vorzubesprechen und inhaltlich in der Verwaltung vor- und nachzubereiten, um sehr gute Ergebnisse in den Beschlüssen wiederzufinden. Umsetzen möchte ich beispielsweise zügig die Fotovoltaikanalyse für alle öffentlichen Gebäude im Landkreis Oldenburg.

Wollen Sie als Landrat eher gestalten oder verwalten?

Ich bin gewählt worden, um für die Menschen im Landkreis Oldenburg tätig zu sein. Ich sehe mich als Gestalter, der die notwendigen Inhalte der Gegenwart und Zukunft angeht, diese mit der Politik bespricht und nach einer entsprechenden Beschlusslage verwaltungsseitig umsetzt.

Es wird gefordert, dass sich der Landkreis Oldenburg stärker als bisher geplant bei der Finanzierung der Erweiterung des Krankenhauses Johanneum einbringt. Wie stehen Sie dazu?

Grundsätzlich stehe ich zu einer hervorragenden ärztlichen Versorgung, und dies schließt insbesondere auch das Krankenhaus Johanneum ein. Ärztliche Versorgung kostet Geld, und dies muss mit allen Beteiligten besprochen werden. Deshalb setze ich mich erst einmal mit den Beteiligten zusammen und dann müssen die Zahlen „auf den Tisch“ gebracht werden. Gerade die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum ist eins der wichtigen Zukunftsthemen unserer Zeit.

Bei einem weiteren Großprojekt in Wildeshausen mischt der Landkreis kräftig mit: Wie stehen Sie zum geplanten Urgeschichtlichen Zentrum? Sollte der Kreis, wie beabsichtigt, die Hälfte des erwarteten jährlichen Defizits tragen?

Die Entscheidung des Kreistages, mit einem finanziellen Höchstbetrag von 100 000 Euro (Deckelung) einen möglichen Defizitausgleich zu tragen, halte ich für sinnvoll. Pauschale Zusagen ohne Deckelung des Defizitausgleiches halte ich vor dem Hintergrund transparenter und sparsamer Haushaltsplanungen für wenig sinnvoll.

Zum Abschluss noch eine persönliche Frage: Was werden Sie am meisten am Bürgermeisteramt in der Gemeinde Hatten vermissen und worauf freuen Sie sich ganz besonders im neuen Amt im Kreishaus in Wildeshausen?

Ich hoffe, dass ich „nur“ die Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vermissen werde. Ich freue mich besonders darauf, parteiübergreifend mit einem motivierten Team im Kreishaus meine Tätigkeit für die Menschen zu beginnen.

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