Landkreis profitiert: Einrichtung für August geplan

Zentrum für Inklusion soll kommen

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Lehrer und Eltern mit Fragen zu Förderschulen – wie hier auf dem Foto die Hunteschule in Wildeshausen – sollen künftig einen zentralen Anlaufpunkt haben.

Landkreis - Der Landkreis Oldenburg soll zum 1. August ein Regionales Beratungs- und Unterstützungszentrum Inklusive Schule (RZI) erhalten. Hinter dem etwas sperrigen Begriff verbirgt sich eine zentrale Anlaufstelle für Eltern und auch Lehrer, die Fragen zur Inklusion haben. Zudem soll das RZI die Verteilung der Förderschullehrer an die Grundschulen im Landkreis regeln. Schon jetzt ist etwa die Hälfte dieser Pädagogen nicht mehr an der eigentlichen Förderschule, sondern an Grundschulen im Einsatz.

Planungsgruppe startet am 16. Oktober

Eine Planungsgruppe aus Kreisverwaltung, Landesschulbehörde sowie je nach Interesse Eltern-, Lehrer- und Schülervertretern trifft sich erstmals am 16. Oktober – einen Tag nach der Landtagswahl. Der Ausgang derselben wird vermutlich Auswirkungen auf die Notwendigkeit eines RZI haben, schließlich setzen sich CDU und FDP für den Erhalt der Förderschulen an.

Die Planungsgruppe wird unter anderem die Standortfrage beantworten müssen. Der Wildeshauser Schulausschuss hatte die Stadtverwaltung bereits im März damit beauftragt, sich bei der Landesregierung und dem Landkreis dafür einzusetzen, ein RZI in der Kreisstadt anzusiedeln. Der Landkreis hatte Ende März bei der Landesschulbehörde Bedarf angemeldet.

Ein eigenes Gebäude wird für das RZI wohl nicht notwendig sein. Stattdessen dürften zwei bis drei Büros reichen. Diese könnten in Kreisgebäuden, Schulen oder anderen öffentlichen Einrichtungen zur Verfügung gestellt werden.

28 Interessensbekundungen für ein RZI

Das Landes-Kultusministerium hatte eigentlich beabsichtigt, in fünf Jahresschritten bis 2021 in allen Landkreisen RZIs einzurichten. Zum 1. August dieses Jahres waren elf Kreise und kreisfreie Städte, unter anderem Oldenburg, an der Reihe. Ende August vermeldete das Kultusministerium, dass insgesamt 28 Interessensbekundungen für ein RZI vorliegen und trotzdem alle Bewerbungen Berücksichtigung finden sollen. Damit würden in 80 Prozent aller Landkreise und kreisfreien Städte RZIs an den Start gehen, sodass die flächendeckende Versorgung schneller als im ursprünglichen Plan erfolgen würde.

Zu dem Thema „RZI“ hat sich am Montag der Landtagsabgeordnete der Grünen Hans-Joachim Janßen zu Wort gemeldet. „Wir bekennen uns klar zur Umsetzung der Inklusion – im Gegensatz zur CDU, die eine Pause fordert“, so der Politiker. „Mit den RZI erhalten die inklusiven Schulen in ihrer Arbeit dabei wirksame, schulnahe und unbürokratische Unterstützung.“ J bor

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