125.000 zugelassene Fahrzeuge im Kreis

In zehn Jahren: 25 Prozent mehr Autos

Landkreis - Gut 125 000 Fahrzeuge sind im Landkreis Oldenburg zugelassen, 2008 waren es noch knapp 25 000 weniger. Bezogen auf die Einwohnerzahl belegt der Landkreis mit 781 Fahrzeugen pro 1 000 Einwohner den dritten Platz im Regierungsbezirk Weser-Ems. Im Straßenverkehrsamt geht man davon aus, dass sich der Trend zu mehr Autos – immerhin ein 25-prozentiger Anstieg in zehn Jahren – fortsetzt. Mit 113 reinen Elektrowagen ist diese Antriebsform allerdings noch sehr gering vertreten.

Im Jahrespressebericht geht die Kreisverwaltung nicht nur auf die Anzahl der Autos ein, sondern informiert auch über Neuerungen im Zulassungsprozess und schildert einen etwas kuriosen Fall, bei dem der „Amtsschimmel“ einen Käufer vor einem großen Schaden bewahrt hat.

Doch erst einmal zum Projekt „i-Kfz“. Dahinter verbirgt sich die internetbasierte Wiederzulassung außer Betrieb gesetzter Fahrzeuge auf denselben Halter im selben Zulassungsbezirk. Das Verfahren wurde wie geplant zum 1. Oktober eingeführt, jedoch erst Ende November freigeschaltet, da das Kraftfahrtbundesamt vorher noch keine Steuer- und Hauptuntersuchungsdaten zur Verfügung stellen konnte. Für Ende dieses Jahres soll eigentlich die finale dritte Stufe des Projekts umgesetzt werden, mit der nahezu alle Zulassungsvorgänge, stufenweise dann auch für Firmen und andere Gewerbetreibende, im Internet beantragt werden können. Ob das klappt, ist allerdings noch offen.

Nun zum Fall des Autokäufers, den der Gang zur Behörde vor einem großen Fehler bewahrte. Der Mann, dessen Name die Verwaltung nicht nennt, hatte sich in einen Oldtimer verguckt und diesen dann für einen hohen fünfstelligen Betrag erworben. So weit, so gut. Er machte sich auf zum Straßenverkehrsamt, um den Wagen zuzulassen. Dabei teilten ihm die Behördenmitarbeiter jedoch mit, dass er ein Gutachten nach Paragraf 23 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung vorlegen müsse, da dieses eine der Zuteilungsvoraussetzungen für ein Oldtimerkennzeichen ist.

„Amtsschimmel“ hilft Oldtimerliebhaber

Der frisch gebackene Autobesitzer setzte sich – zunächst sicher mit etwas Missstimmung über den „Amtsschimmel“, der sich dem Fahren mit seinem neuen Schmuckstück in den Weg stellte – mit einem amtlich anerkannten Sachverständigen in Verbindung, der ihm dieses Gutachten erstellen sollte. Der Vorbesitzer hatte eine solche Expertise nicht gemeinsam mit dem Fahrzeug übergeben. Aus gutem Grund, wie sich nun herausstellte. Der Fachmann nahm das Auto gründlich unter die Lupe und musste dabei feststellen, dass es unter einer glänzenden Oberfläche in einem – gelinde gesagt – erbärmlichen Zustand war und für eine Reparatur erneut ein fünfstelliger Betrag aufgebracht werden müsste.

Der Oldtimerliebhaber hatte so durch den „Amtsschimmel“ zügig erfahren, was für eine Mogelpackung ihm angedreht worden war, und bedankte sich letztendlich bei den Mitarbeitern des Straßenverkehrsamts für ihre Hilfsbereitschaft und Hartnäckigkeit. 

bor

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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