Inzidenzwert beträgt aktuell 23,7

Zahlreiche Lockerungen im Landkreis

Unbeschwert einkaufen: Im Einzelhandel entfällt die Testpflicht. Archivfoto: dr
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Unbeschwert einkaufen: Im Einzelhandel entfällt die Testpflicht. Archivfoto: dr

Landkreis – Die Corona-Lage im Landkreis Oldenburg entspannt sich weiter. Die Kreisverwaltung meldete über das Wochenende zwölf neue Fälle, sodass derzeit 94 Bürger mit dem Coronavirus infiziert sind und sich 233 Menschen in Quarantäne befinden. Die kumulative Sieben-Tage-Inzidenz beträgt für den Landkreis laut Robert-Koch-Institut 23,7 auf 100 000 Einwohner.

Damit liegt sie den fünften Werktag in Folge unter der wichtigen 50er-Marke. Wichtig deshalb, weil das Land Niedersachsen am Sonntag die neue Corona-Verordnung veröffentlicht hat, die ab sofort in Kraft ist und bis zum 24. Juni gilt. Durch den damit eingesetzten Stufenplan gibt es zahlreiche neue Regelungen.

Die Kreisverwaltung macht mit einer heute veröffentlichten Allgemeinverfügung somit den Weg für weitere Lockerungen frei, die ab Mittwoch, 2. Juni, gelten. Unter anderem auch für den Regelbetrieb in Schulen und Kitas.

Bleibt der Landkreis Oldenburg in den kommenden Tagen dauerhaft unter der nächsten Marke von 35, könnten weitere Öffnungen folgen.

„Die neue Verordnung und die sinkende Inzidenz bringen einige Änderungen und Lockerungen mit sich. Besonders hervorsticht der Regelbetrieb in den Schulen und Kitas“, erklärt Landrat Carsten Harings und fährt fort: „Die eingeschlagene Öffnungsstrategie des Landes begrüße ich sehr. Sie ist das Ergebnis der Anstrengungen und Disziplin aller. Die Disziplin werden wir auch weiterhin benötigen.“

Schulen wieder im Präsenzunterricht

Da die Landesregierung es den Schulen ermöglicht, sich organisatorisch auf den Präsenzunterricht mit einigen Tagen Vorlauf einzurichten, werden vermutlich nicht alle Schulen sofort Mittwoch im Szenario A arbeiten. Die Umstellung kann auch am kommenden Montag erfolgen. Die Schulen informieren Eltern und Schüler über den weiteren Ablauf.

Was den Schülertransport betrifft, wird der Landkreis Oldenburg gemeinsam mit den beauftragten Unternehmern auf jeden Fall alle für die Schülerbeförderung verfügbaren Busse und Fahrer wieder zum Einsatz bringen. Darüber hinaus werden an Strecken mit hohem Schüleraufkommen auch sofort Verstärkerbusse eingesetzt. Alle von den beauftragten Unternehmen eingesetzten Busse sind in der Zwischenzeit mit UVC-Filtern ausgerüstet, die eine virentötende Funktion haben.

Die vielen kleine Änderungen und Lockerungen der Corona-Verordnung in der Übersicht:

Es dürfen sich bis zu zehn Personen aus bis zu drei Haushalten treffen, Kinder dieser Personen bis einschließlich 14 Jahre, vollständig geimpfte und genesene Personen werden bei den Kontaktbeschränkungen nicht mit eingerechnet. Privat organisierte Feiern von Personen, die älter sind als 14 Jahre, sind nur im Rahmen der Kontaktbegrenzungen erlaubt.

Schule/Kita: Unterhalb einer Inzidenz von 50 kehren alle Schulen und Kitas in den Regelbetrieb zurück. Hygieneregeln und eine Maskenpflicht für Schüler in bestimmten Bereichen sowie die Testpflicht für Schüler und Personal bleiben erhalten. In Grundschulen gibt es keine Maskenpflicht.

Einzelhandel und Baumärkte: Im Einzelhandel entfällt unterhalb der 50er-Marke die Testpflicht für Kunden. Die Maskenpflicht aber bleibt. Liegt die Inzidenz über 35, gibt es eine Zugangsbeschränkung, also eine maximale Anzahl von Kunden in jedem Geschäft. Baumärkte gelten zukünftig auch als sogenannte Verkaufsstellen für die Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs. Damit gilt dort auch oberhalb von einer Inzidenz von 50 keine Testpflicht mehr.

Gastronomie: Der Innenbereich von Gastronomiebetrieben kann geöffnet werden. Bei einer Inzidenz von über 50 bleibt es drinnen und draußen bei der Testpflicht, draußen muss allerdings keine Maske getragen werden. Auch bei einer Inzidenz zwischen 35 und 50 müssen Gäste im Innenbereich einer Gastronomie noch einen negativen Testnachweis vorzeigen – wenn sie nicht vollständig geimpft oder genesen sind. Im Außenbereich fällt die Testpflicht unter 50 weg, im Innenbereich unter 35.

Kindergeburtstage: Die Feiern sind wieder mit bis zu zehn Kindern bis zum Alter von einschließlich 14 Jahren möglich.

Singen im Gottesdienst: Oberhalb der 35er-Marke dürfen die Teilnehmer religiöser Veranstaltungen nicht singen.

Veranstaltungen: Bei einer Inzidenz von unter 35 werden – mit Genehmigung – auch Großveranstaltungen wie Konzerte oder Sportveranstaltungen mit Zuschauern wieder möglich. Unterhalb einer Inzidenz von 50 können beispielsweise kleinere Sportvereine bereits bis zu 250 Zuschauer empfangen. Auch können Musikveranstaltungen stattfinden. Bei Theatern und Kinos entfällt unterhalb der Inzidenz von 50 die bisherige Kapazitätsbeschränkung. Auch die sogenannte Schachbrettbelegung mit geringeren Abständen ist dann möglich.

Stadtführungen, Führungen und Wanderungen durch die Natur: Führungen sind wieder möglich. Ab einer Inzidenz von 50 ist allerdings ein negativer Test Voraussetzung zur Teilnahme.

Zoos und botanische Gärten: In den Außenbereichen gibt es keine Testpflicht mehr. Bei einer Inzidenz unter 35 entfällt die Testpflicht auch für die Innenbereiche. Die Kapazitätsbegrenzung entfällt bereits ab einer Inzidenz unter 50.

Museen und Gedenkstätten: Hier entfällt zukünftig unterhalb einer Inzidenz von 50 die Testpflicht. Die Kapazitätsbegrenzung bleibt aber bis zur Inzidenz von 35 bestehen.

Freizeitparks: Hier bleiben zwischen 35 und 100 Kapazitätsbegrenzung auf 75 Prozent und Testpflicht bestehen.

Schwimmbäder: Unter einer Inzidenz von 50 gibt es in Freibädern keine Testpflicht mehr. In Hallenbädern bleibt sie bei einer Inzidenz zwischen 35 und 50 bestehen. Freibäder öffnen bereits bei einer Inzidenz unter 100, Hallenbäder erst unterhalb einer Inzidenz von 35. Gruppenangebote wie Schwimmkurse und Reha-Kurse sind durchgängig auch in Hallenbädern möglich.

Touristische Busreisen: Sie sind unabhängig von der Inzidenz wieder zulässig, aber dafür reglementiert. Alle noch nicht vollständig geimpften oder genesenen Fahrgäste müssen einen negativen Testnachweis vorlegen, während der gesamten Fahrt eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Das Land empfiehlt, das Abstandsgebot einzuhalten. Dies alles gilt nicht für Busreisen, die in einem anderen Bundesland starten und bei denen die dortigen Regelungen eingehalten werden.

Beherbergung: Etwa in Hotels bleibt es unabhängig von der Inzidenz - also auch bei Werten unter 35 - dabei, dass die Gäste bei der Anreise und zweimal wöchentlich getestet werden müssen. Die Testpflicht gilt nicht für Menschen, die bereits vollständig geimpft oder genesen sind und nicht für Eigentümerinnen und Eigentümer von Ferienhäusern und Ferienwohnungen, wohl aber für Dauercamper

Bei einer Inzidenz über 50 gilt etwa in Hotels, Pensionen und Jugendherbergen auch weiterhin eine Kapazitätsbeschränkung von 60 Prozent, zwischen 35 und 50 dürfen bis zu 80 Prozent belegt werden. Wird der Inzidenzwert von 35 oder 50 dann wieder überschritten, müssen Gäste nicht gleich abreisen. Es können bloß keine neuen einziehen. Hoteleigene Schwimmbäder oder Saunen dürfen für Gäste geöffnet werden.

Ferienwohnungen: Die Unterkunft darf an eine andere Mieterin oder einen anderen Mieter bereits am nächsten Tag nach Ende eines Mietverhältnisses wiedervermietet werden.

Private Feiern mit geschlossenen Gesellschaften in der Gastronomie: Diese sind erst unter einer Inzidenz von 50 und dann auch zunächst nur draußen und mit negativem Testnachweis mit bis zu 50 Personen erlaubt. Erst unterhalb einer Inzidenz von 35 können maximal 100 Personen auch drinnen feiern, wenn alle einen negativen Test vorlegen. Bei vollständig Geimpften oder Genesenen mit Nachweis ist das nicht nötig. Hygienekonzept- und Abstandspflichten und die Pflicht eine Maske zu tragen bleiben auch bei privaten Feiern bestehen, wenn man nicht am Tisch sitzt.

Diskotheken, Bars und Clubs: Diese Betriebe dürfen bei einer Inzidenz von unter 35 mit der Hälfte ihrer zulässigen Personenkapazität wieder öffnen, allerdings müssen alle Gäste einen negativen Test nachweisen oder eine vollständige Impfung oder Genesung nachweisen können. Wie auch in der sonstigen Gastronomie sind Kontaktdaten aller Gäste möglichst digital zu erfassen.

Breitensport: Für den Breitensport gibt es umfassende neue Regeln. Der Sport drinnen und der Sport draußen haben in der neuen Corona-Verordnung einen eigenen Paragrafen. Während über einer Inzidenz von 50 Kontakt- und damit auch Mannschaftssport nur in Gruppen von bis zu 30 Kindern und Jugendlichen und auch nur draußen erlaubt ist, dürfen bei Inzidenzen zwischen 35 und 50 auch Erwachsene wieder Kontakt- und damit auch Mannschaftssport drinnen wie draußen betreiben. Notwendig ist jedoch eine negative Testung der Erwachsenen – oder eine vollständige Impfung oder Genesung. Unter einer Inzidenz von 35 entfällt die Personenbegrenzung beim Kontaktsport. Kontaktfreier Sport in Gruppen ist mit Abstand bereits unterhalb der Inzidenz von 50 möglich.

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