Auf der falschen Straßenseite unterwegs

Zahlreiche Falschfahrer gestoppt

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Alles richtig gemacht: Die beiden Radfahrerinnen waren korrekt unterwegs, werden aber trotzdem von Julia Baute und Rolf Quickert informiert.

Wildeshausen - Kaum stand Polizeikommissar Rolf Quickert am Dienstagnachmittag an der Visbeker Straße in Wildeshausen, da winkte er auch schon den ersten Radfahrer ran, der auf der falschen Straßenseite unterwegs war.

Gemeinsam mit anderen Mitgliedern des Präventionsrates hatte sich der Beamte über den Tag verteilt verschiedene Straßen in der Kreisstadt vorgenommen, auf denen vermehrt Geisterfahrer festzustellen sind. Erst in Zwischenbrücken auf Höhe Mühlendamm, dann am Abschnitt der Visbeker Straße zwischen dem Netto-Verbrauchermarkt sowie dem Visbeker Kreisel und später entlang der Ahlhorner Straße – zum Beispiel am Übergang zur Westerstraße. Mit dabei waren auch Roni Moklaschi (Jugendzentrum) und Julia Baute (Ordnungsamt) vom Präventionsrat sowie weitere Polizisten.

Immer in lockerem Tonfall sprach Quickert die verschiedenen Radfahrer an. „Habe ich was falsch gemacht? Ich fahre doch auf der richtigen Seite?“, sagte eine Seniorin etwas erschrocken angesichts des Beamten, der sie anhielt. „Ich will Sie nur loben“, entgegnete Quickert, unterhielt sich mit ihr entspannt über Geisterfahrer und gab ihr einen Info-Flyer.

Die meisten Radler verhielten sich einsichtig. Einige begrüßten die Aktion sogar. „Wir erleben viele Reaktionen, mal so, mal so“, erklärte Baute, die die Maßnahme möglichst wiederholen möchte. Denn wie auch Quickert meinte, habe die Zahl der Geisterfahrer zugenommen.

Strafzettel verteilten die Beamten an diesem Tag allerdings nicht. „Wir machen hier Prävention“, betonte Baute. Das Befahren des Radwegs in falscher Richtung kostet übrigens 20 Euro.

Die Aktion war eine Premiere und bildet der Auftakt zu den Verkehrssicherheitstagen. Heute geht es im Krandel weiter. Auf dem Parkplatz werden von 8.30 bis 12.30 Uhr Menschen ab 60 Jahren darüber informiert, wie sie sicher mit ihren Pedelecs fahren können. Denn wer mit Elektrofahrrädern unterwegs ist, hat ein dreimal höheres Risiko, im Straßenverkehr zu verunglücken.

Morgen endet die Aktion mit Infoständen mit Kooperationspartnern auf dem Wochenmarkt von 8 bis 13 Uhr. Das Motto lautet „Tipps und Tricks rund um dein Fahrrad“. Zur Verfügung steht unter anderem ein Fahrradsimulator, und es wird ein neuer Fahrradhelm mit Airbag vorgestellt.

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