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Zahl der Verkehrsunfälle im Landkreis Oldenburg steigt

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Von: Dierk Rohdenburg

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Schwerer Unfall in Düngstrup: Am 16. Oktober 2021 kollidierte ein Autofahrer mit einem Baum.
Schwerer Unfall in Düngstrup: Am 16. Oktober 2021 kollidierte ein Autofahrer mit einem Baum. © Feuerwehr

Landkreis – Nach einem Rückgang der Unfallzahlen im Straßenverkehr im Jahr 2020 vermeldete die Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch am Dienstag für das vergangene Jahr wieder einen Anstieg.

Im gesamten Inspektionsgebiet ereigneten sich laut Bilanz der Ordnungshüter 7.204 Verkehrsunfälle. 2020 lag dieser Wert bei 6.773. Dies entspricht einem Zuwachs von 6,36 Prozent.

Diese Entwicklung gilt auch für den Landkreis Oldenburg. Hier stieg die Zahl von 2.624 auf 2.782 registrierte Unfälle. Das wiederum ist deutlich weniger als in den Vorjahren. So bilanzierte die Polizei im Jahr 2019 noch 3.053 Unfälle. Erfreulich ist auch, dass die Anzahl der Verkehrsunfälle mit verletzten Personen von 360 in 2020 auf 344 im vergangenen Jahr sank. Die Zahl der tödlich Verletzten sank von acht auf sieben, die Zahl der Schwerverletzten von 78 auf 64. „Trotz der Tatsache, dass auf Inspektionsebene mit 15 Verstorbenen so wenige Unfallbeteiligte ihren Verletzungen erlegen sind wie seit zehn Jahren nicht, ist dieser Wert natürlich nicht hinzunehmen“, betonte Carsten Hoffmeyer, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion, in einer Mitteilung. „Auch hier gilt es weiter, konsequent an der Sicherheit auf unseren Straßen zu arbeiten.“

Unfälle mit Kindern

Der Statistik ist zu entnehmen, dass es im Landkreis Oldenburg im vergangenen Jahr glücklicherweise keine tödlich verletzten Menschen bis 14 Jahre im Straßenverkehr gab. Zwei Kinder wurden schwer verletzt.

„Junge Fahrer“

Bei der Gruppe „junge Fahrer“ gab es im vergangenen Jahr einen Toten (2020: null). Die Zahl der Schwerverletzten stieg von elf auf 13.

Fahrer über 65 Jahre

Es wurde sowohl 2020 als auch 2021 jeweils ein Mensch über 65 Jahre tödlich verletzt, die Zahl der Schwerverletzten sank jedoch von zwölf auf zehn.

Radfahrer

Die Anzahl der Radfahrer, die im Landkreis an Unfällen beteiligt waren, sank von 148 auf 138. Allerdings wurden 2021 16 Rad- oder Pedelecfahrer schwer verletzt, was einen deutlichen Anstieg zum Vorjahr (sieben) darstellt. Im Jahr 2020 gab es zwei Tote, im Jahr 2021 einen.

Motorradfahrer

Im vergangenen Jahr starben vier Motorradfahrer an den Folgen eines Verkehrsunfalls, 14 wurden schwer verletzt. Im Jahr 2020 hatte es ebenfalls vier Tote gegeben, 15 Motorradfahrer verletzten sich schwer.

Wildunfälle

Deutlich gestiegen ist die Zahl der Wildunfälle. Nach 2022 (899) waren es im vergangenen Jahr 1 037.

Unfälle auf den Autobahnen

Im Bereich der Autobahnpolizei Ahlhorn, die eine Strecke von 145 Kilometern in der Region betreut, stiegen die Zahlen nach einer coronabedingten Beruhigung wieder auf das Niveau von 2019. Es wurden 1.467 Unfälle registriert, bei 168 gab es Personenschäden. Drei Menschen starben, 50 wurden schwer verletzt. Im Vorjahr starben zehn Menschen, 60 wurden schwer verletzt.

„Jeder dritte Unfall in unserem Zuständigkeitsbereich steht im Zusammenhang mit Verkehrsstörungen wie Baustellen“, heißt es von der Autobahnpolizei. 80 Prozent der Unfälle seien durch Fehler beim Fahrstreifenwechsel und Vorfahrtsmissachtung sowie unzureichende Sicherheitsabstände und hohe Geschwindigkeiten begründet. Bei rund einem Drittel der Unfälle seien Fahrer im Schwerlastverkehr maßgebliche Verursacher.

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