Schlimmste Unglücke ereigneten sich im Jahr 2020 im Gebiet Wildeshausen

Zahl der Unfallopfer sinkt deutlich

Schwerer Unfall in Wildeshausen: Am 20. Mai verunglückte ein Radfahrer tödlich. Archivfoto: dr
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Schwerer Unfall in Wildeshausen: Am 20. Mai verunglückte ein Radfahrer tödlich. Archivfoto: dr

Landkreis – Trotz einiger Verkehrsunfälle mit Toten und Schwerverletzten vermeldet die Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch aus dem vergangenen Jahr einen deutlichen Rückgang der Unfallzahlen im Vergleich zum Vorjahr. Dies lässt sich auch durch die Corona-Pandemie und dem damit einhergehenden Lockdown begründen, so die Polizei, die die Zahlen am Montag vorlegte.

Im gesamten Bereich der Inspektion wurden 2020 von der Polizei 6 773 Verkehrsunfälle registriert. 2019 lag dieser Wert mit 8 065 deutlich höher. Die Entwicklung entspricht einem Rückgang um 16 Prozent bei gestiegenen Zulassungszahlen von 266  715 auf 271 319 Kraftfahrzeugen.

In der Stadt Delmenhorst (minus 17,8 Prozent) und dem Landkreis Oldenburg (minus 14,1 Prozent) sanken die Unfallzahlen im vergangenen Jahr sehr deutlich. Wesentlich weniger Verkehrsunfälle (zwölf Prozent) verzeichnete auch das Autobahnpolizeikommissariat Ahlhorn.

Die Zahl der registrierten Verkehrsunfälle im Landkreis Oldenburg lag 2020 bei 2 624 (2019: 3 053). Bei den Unfällen mit Verletzten wurden im Jahr 2019 417 Opfer erfasst, ein Jahr später waren es lediglich 360. „Die Anzahl der tödlich verletzten Menschen sank um vier auf acht, es wurden 78 Menschen schwer verletzt, zwölf weniger als im Vorjahr“, heißt es in dem Bericht der Polizeiinspektin

Kinder: Mit vier Kindern wurden 2020 zwei weniger als 2019 schwer verletzt. Es gab wie in den beiden Vorjahren keine tödlich verletzten Menschen im Alter bis 14 Jahren.

Junge Fahrer: Erfreulich war auch die Entwicklung bei der Zahl der schwer verletzten Fahrer im Alter von 18 bis 24 Jahren. Starben 2019 vier Menschen im Straßenverkehr und wurden 16 schwer verletzt, gab es 2020 keine Toten und „nur“ elf Schwerverletzte.

Senioren: Bei den Senioren ab 65 Jahren gab es einen Toten (2019: zwei) zu beklagen, zwölf wurden schwer verletzt (2019: 17).

Radfahrer: „Die Anzahl der Radfahrer, die im Landkreis Oldenburg an Verkehrsunfällen beteiligt waren, ist mit 148 (2019: 165) erneut rückläufig“, so die Polizei in ihrer Auswertung. Gleiches gilt für die Gruppe der schwer verletzten Radfahrer. Die Zahl sank von 19 auf sieben.“ Im Berichtsjahr seien zwei Radfahrer bei Unfällen im Landkreis tödlich verletzt worden. Einen Toten und einen Schwerverletzten gab es am 20. Mai bei einem schweren Unfall auf der Harpstedter Straße in Wildeshausen.

Motorradfahrer: Im Jahr 2020 starben drei Motorradfahrer sowie der Fahrer eines Kleinkraftrades an den Folgen von Verkehrsunfällen. Im Vorjahr waren es zwei. Wurden 2019 17 Fahrer schwer verletzt, waren es 2020 15.

Wildunfälle: Auch hier gab es einen Rückgang. Es wurden 899 Unfälle (2019: 947) registriert.

Autobahn: 2020 verzeichnete die Autobahnpolizei insbesondere bedingt durch die Pandemie 22 Prozent weniger Verkehrsunfälle. Im Zeitraum des Lockdowns gingen die Verkehrsunfälle sogar um etwa 50 Prozent zurück. Mit den Anfang Mai beschlossenen Lockerungen verzeichnete das Polizeikommissariat einen sprunghaften Anstieg der Verkehrsunfallzahlen. Teilweise lagen diese sogar über dem Vorjahresniveau. Mit Verschärfung der Lockdown-Maßnahmen fielen die Unfallzahlen erneut merklich.

Die Zahl der Getöteten hat sich auf dem gesamten Streckennetz auf zehn verdoppelt, wobei diese Zahl maßgeblich durch zwei tragische Verkehrsunfälle im Landkreis Oldenburg bestimmt wurde: Am 1. Januar 2020 ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall im Bereich der Gemeinde Dötlingen. Im Nebel kam es zum Zusammenstoß von mehreren Autos und Lastwagen. Insgesamt waren an dem Unfall 29 Personen beteiligt, zwei Menschen erlitten tödliche Verletzungen. Bei einem weiteren Verkehrsunfall am 8. Oktober starben fünf Menschen zwischen den Anschlussstellen Wildeshausen-Nord und West in einem Kleintransporter.

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