Polizei stellt Schwerpunkte fest und mahnt, keine Gegenstände in Fahrzeugen liegen zu lassen

Zahl der Autoaufbrüche nimmt zu

Landkreis - Die Zahl der Autoaufbrüche im Landkreis Oldenburg ist in den vergangenen zwei Wochen deutlich gestiegen, teilte Polizeisprecherin Melissa Oltmanns am Montag auf Nachfrage mit. Schwerpunkte seien Ganderkesee und Hude. Aber auch in anderen Gemeinden gibt es immer wieder Fälle, bei denen Diebe Scheiben einschlagen. „Das geht blitzschnell“, weiß die Beamtin.

Doch hierbei müsse zwischen Gelegenheitstätern und professionellen Banden unterschieden werden, erklärte Oltmanns. Beide Arten von Kriminellen seien vermutlich im Landkreis aktiv. Im Modus Operandi unterscheiden sie sich kaum, wohl aber im Beuteschema. Gelegenheitstäter, so die Polizeisprecherin, halten nach Jacken, Taschen, Tablets oder Handys in Autos Ausschau und schlagen dann zu. Und nicht selten lägen derartige Gegenstände offen herum.

Banden hätten es hingegen eher auf Xenon-Scheinwerfer, eingebaute Navis und Multifunktionslenkräder abgesehen. Diese würden oft im Ausland abgesetzt, vermuten die Ermittler.

Auffällig ist, dass häufig mehrere Autos an einer Straße aufgebrochen werden. Nach Einschätzung der Beamten zieht es die Täter eher in Nebenstraßen von Wohngebieten. Aber auch auf öffentlichen Parkplätzen gab es bereits Fahrzeuge, die geknackt wurden.

Während bei Gelegenheitstätern im Zweifelsfall egal ist, ob die Handtasche in einem Dacia oder Audi liegt, passten bei Banden Mittelklassewagen von Mercedes oder BMW ins Beuteschema, so Oltmanns. Eben wegen der oft teuren elektronischen Teile, die zu Geld gemacht werden können.

Einen besonders kuriosen Fall gab es in diesem Jahr in Delmenhorst: Bei einem Neuwagen wurden Motorhaube, Kühlergrill und Reifen abmontiert.

Grundsätzlich schwanke die Zahl der Autoaufbrüche, sagt Oltmanns. Genaue Zahlen darf sie auf Anweisung des Innenministeriums nicht herausgeben – nur Tendenzen.

Was die Aufklärung von Taten angeht, kann die Polizei noch keine Erfolge öffentlich verkünden. Gleichwohl laufen Ermittlungen. Um die Kriminellen allerdings während des Aufbrechens zu erwischen, seien die Beamten auf Zeugen angewiesen. „Nachts guckt sich keiner Autos an“, betont Oltmanns, die dazu aufruft, verdächtige Personen, die auffällig nach Fahrzeugen Ausschau halten, zu melden. „Wir sind darauf angewiesen.“

Gleichzeitig rät sie, überhaupt keine Sachen im Fahrzeug zurückzulassen. „Ein Auto ist kein Tresor.“ Auch wenn nur leere Rucksäcke im Wagen lägen, könnte ein Täter deswegen die Scheibe einschlagen. - bor

Rubriklistenbild: © dpa

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