„Yucatan“ und „Fivemotion“ begeistern mehr als 70 Gäste bei der Rocknacht im Wildeshauser „Kayserhaus“

Viel Abwechslung im doppelten Sinne

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„Yukatan“ sorgte mit bekannten Hits wie Joe Cockers „Unchain my Heart“ für Unterhaltung.

Wildeshausen - Von Karsten Tenbrink. Es kamen schon ein paar Jahrzehnte an Bühnenerfahrung zusammen, als die Bands „Yucatan“ und „Fivemotion“ am Sonnabend im Saal der Gaststätte „Kayserhaus“ in Wildeshausen auftraten. Nicht nur abwechselnd, sondern vor allem abwechslungsreich gestalteten die beiden Formationen mit Musikern aus Kreisstadt und Region die dortige Rocknacht.

„Unsere Band gibt es schon seit 1979“, berichtete „Yucatan“-Gitarrist Jörg Riedel. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern, genauso wie Keyboarder Reinald Wiosna und Bassist Claus Bark. Der Rest der Besetzung wechselte im Laufe der Jahre mehrmals, etwa 50 Bandmitglieder seien es insgesamt gewesen, erinnert sich Riedel. „Früher standen wir aber auch mit bis zu 14 Leuten auf der Bühne“, ergänzt er. Seit gut drei Jahren gehören der zweite Gitarrist Uwe Rietz, Schlagzeuger Andreas Oekermann, Saxofonist Michael Heiken und Sängerin Gaby Scheele zur Formation.

Bevor diese sieben ihren ersten Song anstimmten, heizte „Fivemotion“ dem Publikum erst einmal ordentlich ein. Auch diese Band setzt sich aus erfahrenen Musikern zusammen. Einige von ihnen spielten schon in der „Jones Connection“, einer Formation, die einst aus dem Musikerstammtisch im „Kayserhaus“ hervorgegangen war und, wie Schlagzeuger Uwe Besch zu berichten wusste, etwa ein halbes Jahrzehnt gemeinsam auf der Bühne stand. Seit etwa drei Jahren gibt es den neue Namen und die aktuelle Besetzung. Neben Besch sind Bassist Nikolas Knur, Piet Goldschmidt an der Gitarre, Keyboarder Klaus Jaschinski und Sängerin Angelika Stelter dabei. Stelter zeigte gleich einmal ihre stimmliche Bandbreite, als sie beim Stück „Italien Boy“ noch glockenklar sang und sich wenig später bei „Fly away“ als Rockröhre präsentierte. Neben diesen selbst kreierten Werken hatte „Fivemotion“ auch einige Klassiker im Repertoire, wie etwa das Stück „St. James Infirmary“.

Nach den ersten fünf Songs gab es den fliegenden Wechsel auf der Bühne. Mehr bekannte als eigene Lieder hatte „Yucatan“ dem Wildeshauser Publikum mitgebracht. Frontfrau Gaby Scheele bewies ebenfalls gleich zu Beginn ihr gesangliches Können, egal ob sie „Unchain my Heart“ – das eigentlich untrennbar mit der Reibeisenstimme von Joe Cocker verbunden ist – oder Bob Marleys „I shot the Sheriff“ zum Besten gab.

Nach jeweils fünf Liedern wechselten sich die beiden Bands ab. Den Schlusspunkt setzte „Fivemotion“ mit der Kombination aus „Roadhouse Blues“ und „I just wanna make Love to you“, während sich „Yucatan“ mit dem Song „Yucatan is back in Town“ von den mehr als 70 Besuchern im „Kayserhaus“ verabschiedete.

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