Bäume versperren Straßen und landen auf Dächern

„Xavier“ hat Wildeshausen voll erwischt

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Im Lindenau sind Bäume wie Streichhölzer zerbrochen.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Äste und ganze Bäume lagen auf vielen Straßen und Wegen sowie einigen Dächern. Die Feuerwehren aus der Kreisstadt und Düngstrup waren mit allen verfügbaren Fahrzeugen und Kräften im Dauereinsatz. Sturmtief „Xavier“ hatte am Donnerstagmittag „ganze Arbeit“ geleistet, hat Teile von Wildeshausen voll erwischt. Sogar in der Innenstadt sind einige Bäume umgekippt.

Ob an der Michaelstraße, am Katenbäker Berg oder in Bühren, die Feuerwehr musste an einigen Stellen mithilfe von schweren Kränen Bäume von Häusern entfernen. Gegen 15.30 Uhr konnten seitens der Wehr noch keine genauen Angaben zur Einsatzzahl gemacht werden.

„Der Sturm hat ja lange angedauert, aber das Extreme höchstens fünf Minuten“, sagte Ulrich Nickel vom „Blumenkästchen“ in der Nähe der Alexanderkirche. Auf sein Haus ist ein Baum vom Wall gefallen, hat Teile des Daches zerstört. „Das war ein richtiges Getöse, und das Haus hat kurz gezittert. Wir haben schon einen gewaltigen Schreck bekommen“, so Nickel. 

Bäume vom Wall sind auf Häuser gestürzt.

„Aber zum Glück hat es keine Menschen getroffen, denn hier auf und am Wall sind einige Bäume umgekippt.“ Das war in der Tat so, auch das Nachbarhaus wurde von Ästen einer sehr dicken Eiche getroffen. Dieser Baum war durch die Wucht des Sturms samt Wurzel einfach umgekippt. Passanten, die auf dem Wall nach dem Sturm unterwegs waren, wollten es kaum glauben, dass es kein Durchkommen mehr gab. Anscheinend sei es wieder eine Schneise gewesen. „Ich war nämlich vorhin am Rövekamp, dort lag nicht einmal ein Ast auf der Straße“, erzählt Nickel.

Mit einem Kran der Firma Dekker wurde an der Michaelstraße ein Baum vom Dach eines Hauses entfernt.

Aus Richtung Ahlhorn/Großenkenten nach Wildeshausen zu kommen, war nicht möglich, die Straßen waren dicht. Ebenso ging auf der Pestruper Straße von Colnrade in die Kreisstadt für eine gewisse Zeit nichts mehr. Nicht anders verhielt es sich in Richtung Aldrup, es gab kein Durchkommen. Auch die Bahnstrecke Rechterfeld-Wildeshausen war laut Polizei gesperrt.

Im Lindenau in der Wittekindstadt waren einige Bäume wie Streichhölzer zerbrochen. „Einen solchen Schreck habe ich noch nicht erlebt“, sagte eine Passentin: „Ich war gerade mit dem Fahrrad durch das Wäldchen gefahren, als es fürchterlich knackte und der Baum zerbrach.“ Staus hatten sich auch auf der Harpstedter Straße gebildet, wo die Wehr dicke Äste zersägen musste.

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