Wurzeln in Wildeshausen und Filmregisseur in Bremen

Eike Besuden stellt neue Produktion „All inclusive“ im LiLi-Servicekino vor

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Vor dem Filmstart in Wildeshausen: Eike Besuden, Kevin Alamsyah, Hannelore Sporleder und Kinoleiter Heinz Rigbers (v.l.). 

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Wenn Eike Besuden nach Wildeshausen kommt, dann kehrt er in die Stadt zurück, in der er als Baby in einer „Bretterbude“ auf dem Katenbäker Berg gewohnt hat. 1948 wurde er in der Wittekindstadt geboren. Er hat noch Verwandte in Düngstrup und Erinnerungen an plattdeutsches Theater auf der Bühne im Saal.

Seine Cousine Liesel, deren Sohn Hermann und Brigitte Besuden waren am Sonntag neben einigen anderen Besuchern ins LiLi-Servicekino an der Huntestraße gekommen, wo Eike Besuden seinen neuen Spielfilm „Alles inclusive“ zeigte und zum Gespräch mit den „besonderen“ Schauspielern Kevin Alamsyah sowie Hannelore Sporleder einlud. „Besondere“ Schauspieler sind am Set Akteure, die beispielsweise in der „Blauen Karawane“ aktiv sind, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, psychische kranke Menschen aus der Isolation in die Gesellschaft zu holen.

Der ehemalige Buten-un-Binnen-Moderator Besuden befasst sich schon seit annähernd 30 Jahren mit dem Thema und drehte seinen ersten inklusiven Film mit dem Titel „Irre menschlich“ über die Auflösung des Klosters Blankenburg als Anstalt für psychisch Kranke. „Der Film wurde damals in der Serie ,Unter deutschen Dächern‘ im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt“, so Besuden. Für seinen neuen Streifen sucht der Bremer noch einen Fernsehsender, der ihn ins Programm nimmt. Geplant ist zudem ein Dokumentarfilm über die Personen, die im Film mitwirken.

„All inclusive“ handelt von Rosa, die seit Jahrzehnten das Hotel Weserlust geführt hat. Es liegt direkt an der Weser. Rosa hat den erwachsenen Sohn Ricky. Er ist behindert, führt aber ein ziemlich selbstständiges Leben.

„Plötzlich und unerwartet“ stirbt Rosa an einem Herzinfarkt. Es stellen sich viele Fragen: Was wird aus dem Hotel? Ricky soll es erben, das ist klar, aber kann er es auch führen? Kann er im Hotel die Position des Managers übernehmen? Will er das überhaupt? Wie reagieren die Angestellten? Bricht jetzt alles zusammen oder verkauft Ricky?

Die Zuschauer im Wildeshauser Kino erfuhren, wie es weitergeht. Und sie erfuhren auch, dass die Aufnahmen der „besonderen“ Schauspielerin Sporleder nach einem Zusammenbruch wieder einen „Sinn im Leben“ gegeben haben.

Am Mittwoch, 13. September, sind Besuden und Akteuer um 20 Uhr noch einmal im Kino und werben für ihr Anliegen. „Die Sender sollten so mutig sein, den Film ins Fernsehen zu bringen“, sagt der Regisseur. Die öffentlich-rechtlichen Anstalten hätten auch einen Informationsauftrag und dürften nicht immer nur auf die Quote schielen.

Von Bremen aus wird Besuden weiter darum kämpfen, dass er den Streifen nicht nur in kleinen Programmkinos zeigen darf. Im Geteviertel wohnt er und hat dort auch Haushaltsgegenstände aus Wildeshausen. Sein Großvater Hermann Besuden führte in Düngstrup das Gasthaus, den Lebensmittelladen und die Postfiliale. „Ich habe noch Teller und eine Kanne aus dem Betrieb“, so der Regisseur.

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