Schüler der Berufsbildenden Schulen entwickeln Konzept für Meiners-Hof und Brauerei Bannas

Mit Wurst und Bier in eine interessante Marktnische

Susanne Meiners, Ralf Röhl und Thomas Bannas (v.l.) mit den Schülern auf dem Markt. - Foto: dr

Wildeshausen - Die Brauerei Bannas aus Lohmühle produziert gutes regionales Bier, der Meiners-Hof aus Ganderkesee bietet eine hochwertige Rindfleisch-Mettwurst an – und beide Hersteller könnten ihre Waren hervorragend kombinieren, um neue Vertriebswege zu erschließen. Auf diese gute Idee kamen jedoch weder Thomas Bannas noch Susanne Meiners, sondern die Schüler der Klasse BGW12C des Berufsbildenden Gymnasiums in Wildeshausen.

Diese arbeiteten in den vergangenen Monaten an ihrer Projektarbeit, bei der es von der Analyse über Strategiebildung zum fertigen Vermarktungskonzept ging. Am Donnerstag stellten sie ihr professionelles Marketingkonzept vor und ernteten die Begeisterung von Bannas, Meiners, ihrem Lehrer Ralf Röhl und vielen Passanten.

Auf die Wurst kamen Celine Isabelle Bierans, Lea Bührmann, Tabea-Marie Meiners, Hendrik Strunk, Jannik Binse, Matti Stejskal und Phil Prochnow ganz schnell, weil Tabea-Marie die Tochter von Susanne Meiners ist. Dann stellten sie sich die Frage: „Was passt gut zur Wurst und ist regional?“ Der gedankliche Weg zu Bannas war dann gar nicht so weit.

Am Donnerstag durften die Passanten auf dem Markt beides probieren. Und es zeigte sich schnell, dass es sich durchaus lohnen könnte, die Waren auf diese Art anzubieten. Besonders auffällig war aber die Idee der Schüler, eine Spezialitätentüte oder -box anzubieten. Die Tüten trugen unterschiedliche Designs. Sie können so zu vielen Anlässen genutzt werden. „Beispielsweise, wenn man sich beim Nachbarn für das Blumen gießen bedanken möchte oder für eine Einladung“, so Röhl.

Die Präsentboxen hingegen eignen sich für Firmen, die Wert auf den lokalen Bezug legen. „Wir haben mit mehreren Betrieben wie Landmaschinen Schröder, Atlas Weyhausen und Hydrotec gesprochen“, erzählten die Schüler. Dort gab es großes Interesse. So seien die Boxen gut geeignet, um auf Messen für die Region zu werben.

Bannas und Meiners zeigten sich wirklich begeistert über das Engagement der Schüler. Welche Konsequenzen sie aus der Markterprobung ziehen, bleibt abzuwarten. „Bislang verkaufen wir unsere Wurstspezialitäten nur ab Hof“, so Meiners. „Aber wir sind offen für neue Vertriebswege.“

Auch Bannas hatte sich das Konzept erst einmal ganz in Ruhe angehört. „Sehr professionell“, fand er es. Entscheidend sei am Ende die Kosten-Nutzen-Rechnung. Denn für die neue Vermarktung benötigten die regionalen Anbieter auf jeden Fall Personal, das die Geschenkeverpackung übernimmt. Zudem müsste man Leute haben, die den Verkauf organisieren.

Die Schüler wollen das Projekt am Ende des Schuljahres abgeben. „Für sie war es auf jeden Fall ein toller Erfolg, mit den Unternehmen zusammenarbeiten zu dürfen. Das ist schon eine ganze Menge“, fand Röhl. - dr

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