1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Oldenburg
  4. Wildeshausen

„Wollen vor der Welle bleiben“

Erstellt:

Von: Dierk Rohdenburg

Kommentare

Arbeiten zusammen: Thorben Kienert, Jens Kuraschinski, Michaela Kurwinkel, Ralph Meyer und Saskia Kamp (von links).
Arbeiten zusammen: Thorben Kienert, Jens Kuraschinski, Michaela Kurwinkel, Ralph Meyer und Saskia Kamp (von links). © dr

Wildeshausen – „Wir wollen vor der Welle bleiben“, sagt Wildeshausens Bürgermeister Jens Kuraschinski. Er meint damit, dass die Stadt vorbereitet sein möchte, wenn vielleicht demnächst deutlich mehr Geflüchtete aus der Ukraine kommen und dringend Hilfe benötigen.

Derzeit sind die Zahlen noch überschaubar. Wöchentlich kommen auf dem offiziellen Weg 50 bis 60 Menschen in den Landkreis Oldenburg. „Kreisweit sind 745 Ukrainer registriert, 92 Geflüchtet leben derzeit in der Stadt Wildeshausen“, so Kuraschinski. Die Leute seien alle dezentral untergebracht, weil es dankenswerterweise viele Hilfsangebote aus der Bevölkerung gebe.

Das ist auch der Grund, warum Ralph Meyer von den Maltesern aktuell keine Belegung in der Notunterkunft auf dem Gelände der Diakonie Himmelsthür vermelden kann. „Bislang waren 40 Leute da. Die sind aber nun woanders untergebracht“, erzählt er.

Bei der Stadt koordiniert die Integrationsfachkraft Michaela Kurwinkel die Angebote für Flüchtlinge. Sie steht im direkten Kontakt zu Thorben Kienert, Leiter der Freiwilligenagentur „mischMIT!“ in Wildeshausen, sowie der Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes Oldenburg-Land, Saskia Kamp. „Wir wollen uns zügig aufstellen“, sagt Kurwinkel. Sie habe bereits viele in Wildeshausen lebende Ukrainer kontaktiert, um muttersprachliche Hilfe zu bekommen. Über die Freiwilligenagentur können sich Menschen melden, die Unterstützung im Alltag leisten wollen. Da geht es um Orientierung im Ort, Arztbesuche oder Unterstützung beim Schulbesuch.

Wer bei der Agentur mitarbeite, sei versichert, so Kienert. Zudem erhielten die Aktiven auch Fortbildungen. Wer Interesse hat, meldet sich unter Telefon 04431/7483475 oder per E-Mail an info@mischmit.org.

Auch interessant

Kommentare