Bürgerbus startet im Sommer 2011

„Wollen alle mit in den Bus holen“

Auch Behinderte sollen mit dem Bus transportiert werden können.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Der erste Antrag auf Einrichtung eines Bürgerbusses in Wildeshausen wurde am 8. Februar 2002 im städtischen Ausschuss gestellt. Dann verschwand er wieder in der politischen Versenkung. In diesem Jahr soll er aber endlich losrollen. Voraussichtlich ab Sommer. Bis dahin gibt es noch viel zu tun.

Treibende Kraft hinter dem Projekt ist die Dötlingerin Renate Hocke. Sie ist mittlerweile Vorsitzende des Vereins und arbeitete in den vergangenen Monaten im Rahmen der Lenkungsgruppe zielgerichtet an der Verwirklichung des großen Planes, eine eigene Buslinie durch Wildeshausen einzurichten, die von ehrenamtlichen Fahrern bedient wird und vielen Menschen in der Stadt die Eigenständigkeit bewahren helfen kann.

„Wir haben einen Schritt nach dem anderen gemacht und alles gut vorbereitet“, nennt Hocke das Erfolgsrezept. Ganz gezielt hätte die Lenkungsgruppe in Zusammenarbeit mit Fachgymnasiums-Schülern den Bedarf ermittelt. Die „eindeutigen Zahlen“ habe man der Politik präsentiert, Zeit zum Nachdenken gelassen und erreicht, dass der Rat der Stadt Ende Dezember 2010 einstimmig die Förderung bewilligt habe. In diesem Jahr stellt die Stadt 24 000 Euro zur Verfügung, in den beiden folgenden Jahren jeweils 12 000 Euro.

Das ist ein wichtiger Grundstock für den Verein, aber bei weitem nicht genug. In diesen Tagen gehen die Förderanträge an die Landesnahverkehrsgesellschaft und den Zweckverband Verkehrsverbund Bremen Niedersachsen raus. Denn zuerst einmal muss ein Niederflurbus finanziert werden. Noch steht nicht fest, ob es ein kompletter oder teilweise Niederflurbus wird, auch ist die Wahl zwischen zwei Modellen noch nicht entschieden.

Wesentlich entspannter als gedacht hat sich die Frage entwickelt, wo die Fahrer für den Bus herkommen sollen. „Wir haben 15 potenzielle Busfahrer, die aber alle noch eine Prüfung ablegen müssen“, freut sich Hocke. Es würden aber sieben weitere Fahrer benötigt, die sich in den Dienst der guten Sache stellen wollen. Wer Interesse hat, kann sich bei der Vereinsvorsitzenden unter Tel. 04433/1431 melden. Mit Ekkehard Eicke aus Wildeshausen hat Hocke zudem einen versierten Fahrdienstleiter im Vorstand.

„Wir können uns nicht zurücklehnen“, so die Vorsitzende. Auf der Agenda stehen nun die Bestellung des Busses, die Schulung der Fahrer, die Erstellung des Fahrplanes, die Einrichtung der Haltestellen, das Finden eines Unterstellplatzes für den Bus und das Einwerben der Unterstützung durch die Einzelhändler in der Innenstadt.

„Es wäre uns sehr wichtig, wenn wir von dort Rückenwind bekämen“, so Hocke. Der Bus fahre zukünftig durch die Stadt, und das sei für die Einzelhändler ein großer Vorteil. Da der Bürgerbusverein nicht gemeinnützig sei, weil er zum öffentlichen Personennahverkehr gehöre, müsse man von allen Seiten um finanzielle Unterstützung werben. „Wir müssen alle in den Bus holen“, so die Devise. Denn alle könnten auch von dem Bus profitieren.

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