VfL Wittekind feiert seine Gründung 

Wolfgang Sasse: „125 Jahre und kein bisschen alt“

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Die „Green Spirits“ begeisterten mit ihrer Akrobatik-Show voller Höhepunkte und mehrfachem Salto. 

Wildeshausen - Von Anja Nosthoff. Begeisterung entfachen, Menschen verbinden, zum Mitmachen bewegen – dass das die Stärken des VfL Wittekind Wildeshausen sind, zeigte sich während der Sport-Gala, die der Verein am Freitagabend im Festzelt im Krandel anlässlich seines 125-jährigen Bestehens ausrichtete.

Torsten Koschnitzke und der bekannte NDR1-Moderator Michael Thürnau führten die rund 400 Gäste humorvoll durch das Abendprogramm. Mit dem Moderatorenteam wurde gleichzeitig die Erinnerung an die NDR1-Aktion „Stadt auf Zack“ im Jahr 2012 wach, bei der Wildeshausen mit 368 Einwohnern, die spontan mittelalterlich verkleidet auf den Marktplatz gekommen waren, einen Rekord aufstellte und 1000 Euro für gemeinnützige Zwecke gewann.

Nun konnten die 1850 VfL-Mitglieder beweisen, dass ihr Verein mindestens ebenso auf Zack ist. „125 Jahre und kein bisschen alt“, beschrieb Sasse den „Verein für Leibesübungen“, den zwei Wildeshauser Turner im Jahr 1891 gegründet hatten. Immerhin sei das jüngste Mitglied, Marlear Biernoth, gerade mal einen Monat alt.

Durch einen bewegenden Image-Film von Torsten Timm erhielten die Gäste einen Einblick in die Arbeit des Mehrspartenvereins. Das vielseitige ehrenamtliche Engagement rückte dabei ebenso in den Fokus wie der Teamgeist und der gemeinsame Spaß an Sport sowie Bewegung. Der VfL stehe für sportliche Erfolge, aber auch dafür, Kinder durch Sport stark zu machen sowie Integration durch Bildung und Sport zu fördern.

„Und das macht der Verein, ganz ohne dass es dafür eine gesetzliche Grundlage in Berlin gibt“, betonte der Wildeshauser Bürgermeister Jens Kuraschinski. Er überreichte dem Vorsitzenden einen Gutschein für einen Jubiläumsbaum, der im Krandel gepflanzt und dort „wachsen sowie gedeihen soll“ – genauso wie der VfL. „Für die Pflanzparty bringst du aber deinen Spielmannszug mit“, verpflichtete Sasse den Bürgermeister sofort.

Der Kreissportbundsvorsitzende Peter Ache betonte, wie wichtig Sportvereine für „eine gute funktionierende Gesellschaft und für ein gesundes Leben“ seien. 50.000 Menschen seien im Landkreis Oldenburg in Sportvereinen aktiv. „Das macht 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung aus – das kann selbst die Gilde nicht toppen“, meinte Ache.

Lutz Alefsen, Vizepräsident des niedersächsischen Turnerbunds, sprach von der „alarmierenden Meldung“, dass Purzelbäume vom Aussterben bedroht seien. „Natürliche Feinde“ seien die wachsende Zahl von Computer-Spielen und Co. Der VfL trage dagegen mit großem Engagement zu Erhalt und Pflege dieser „selten gewordenen Pflanze“ bei. Alefsen überreichte Sasse das „Walter-Kolb-Schild“, mit dem Turnvereine für ihr 125-jähriges Bestehen ausgezeichnet werden.

Zu den bewegenden Momenten zählte der Einmarsch einiger VfL-Kinder mit dem FSJler Niklas Granel an der Spitze, der die erste VfL-Fahne von 1900 vor sich hertrug. Musical-Star Neele-Stina Ahlers aus Oldenburg steuerte ihre eindrucksvolle Stimme und fetzige Bühnenauftritte zu dem gelungenen Abend bei, an dem die Showgruppe der „Green Spirits“ vom TSG Hatten/Sandkrug mit einer Akrobatik-Show für ein Wow-Erlebnis im Publikum sorgte.

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