Wohnraum dank Herzog Peter Friedrich Ludwig

Wohngemeinschaften Heidloge bestehen seit zehn Jahren 

Ein kleines Präsent überreichte Joachim Gruben (rechts) an Helmut Bewersdorf, der als Mann der ersten Stunde gilt. - Fotos: Dejo.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Ein leckeres Spargelessen und als Nachtisch frische Erdbeeren hat die Küche des Kreisaltenheimes in Wildeshausen gestern im „KulturTreff“ serviert. Und das hatte seinen guten Grund: Die Bewohner der Wohngemeinschaften Heidloge feierten das zehnjährige Bestehen ihrer Einrichtungen.

Zur kleinen Feierstunde konnte die Leiterin des Altenheimes, Christiane Grünewald, auch Joachim Gruben von der Stiftungsverwaltung des Bezirksverbandes Oldenburg (BVO) sowie Inka Klarmann, Assistentin für Öffentlichkeitsarbeit des BVO, begrüßen.

„Ich habe zur Feier aber noch jemanden mitgebracht, nämlich Herzog Peter Friedrich Ludwig. Allerdings nur als Foto, denn er ist bereits 1829 verstorben“, betonte Gruben. Aber dieser Mann sei eine wichtige Person gewesen: „Im Jahr 1786 hat er nicht nur die heutige LzO, die damalige Ersparungskasse, sondern auch den Oldenburgischen Generalfonds gegründet, ohne den es die Wohngemeinschaften heute nicht geben würde, denn Träger dieser Einrichtung ist eben diese Stiftung.“

Ein kleines Präsent überreichte er dem 81-jährigen Helmut Bewersdorf, der seit genau zehn Jahren in der Wohngemeinschaft lebt: „Sie waren der Mann der ersten Stunde, das muss doch belohnt werden.“

Bewersdorf erzählte, dass er bis zu seinem 70. Lebensjahr auf einem Bauernhof gearbeitet und gewohnt hat: „Dann konnten sie mich nicht mehr halten, und ich musste ins Heim.“ 2005 sei er somit ins Kreisaltenheim gezogen: „Ich bin froh, dass dann diese Häuser gebaut wurden und ich einziehen konnte.“ Das Arbeiten aber kann er auch mit 81 noch nicht lassen. „Herr Bewersdorf betreut liebevoll unsere Bentheimer Schweine sowie die anderen Tiere. Er verdient sich so noch ein kleines Taschengeld dazu“, erklärte Grünewald.

Irmgard Fangmann hingegen wohnt erst sie einem Monat in der Einrichtung: „Ich bin sehr krank gewesen und habe in der Seniorenresidenz in Friesoythe gelebt. Allerdings habe ich mich zum Glück wieder so gut erholt, dass ich nun hier mein Leben allein gestalten kann.“ Sie fühle sich pudelwohl: „Ich habe tolle Mitbewohner und unternehme sehr viel, ich laufe gerne in die Stadt, um mir etwas anzuschauen.“

Insgesamt leben 17 Menschen in den beiden Häusern der Wohngemeinschaften. „Es handelt sich nicht um betreutes Wohnen, sondern um Wohnen mit Service“, erklärt Gruben. Will heißen, dass mehrmals in der Woche die Alltagsmanagerin den Bewohnern zur Seite steht. Unter anderem, um den Einkauf zu koordinieren. „Die Kasse wird von einer Bewohnerin verwaltet, der Einkauf geschieht gemeinsam mit der Managerin“, so Grünewald.

Jeder Bewohner hat sein eigenes Zimmer mit Bad und teils mit einer Miniküche. Ansonsten gibt es Gemeinschaftsräume, die mit großer Küche und Essbereich ausgestattet sind. „Direkt gekocht wird jedoch eher weniger“, erzählt Grünewald. Das Essen komme entweder aus dem Kreisaltenheim oder von Tonn „Es kommt darauf an, wer was gerade mag.“

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