Wohnforum in Wildeshausen/450 Einheiten bis 2020 in der Kreisstadt benötigt

„Kein Schlichtwohnungsbau“

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Diskutierten über den Wohnungsmarkt im Landkreis und in der Kreisstadt Wildeshausen (v.l.): Jens Kuraschinski, Carsten Harings, Matthias Günther, Stefan Könner und Christian Pundt (nicht auf dem Bild).

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die Situation ist nicht einfach und sie wird noch viel schwieriger. Das lässt sich mit Sicherheit als Ergebnis des Wohnforums der Oldenburger Baugesellschaft GSG am Montagabend im Saal der Musikschule in Wildeshausen sagen.

Dort diskutierten nach einem Eingangsreferat von Matthias Günther, Leiter des Pestel-Institutes, vor knapp 100 Gästen Carsten Harings (Landrat Landkreis Oldenburg), Jens Kuraschinski (Bürgermeister Wildeshausen), Christian Pundt (Bürgermeister Hatten) und GSG-Geschäftsführer Stefan Könner unter der Leitung von Redakteur Jasper Rittner.

Günther machte anhand einiger Zahlen deutlich, dass es im Landkreis Oldenburg seit 1987 immer ein Bevölkerungswachstum gegeben hat. Wildeshausen hat in dieser Spanne über 40 Prozent zugelegt, was durchaus Schwierigkeiten für die Infrastruktur mit sich gebracht hat. Gleichzeitig war die Bautätigkeit gerade im Geschosswohnungsbau im Landkreis in den vergangenen fünf Jahren so niedrig, dass sich Harings „erschüttert“ zeigte. Während die Bürger immer mehr Wohnfläche für sich beanspruchen, wird der Platz immer geringer. Zudem dürften immer mehr Senioren kleine Wohnungen benötigen. „Wir brauchen Platz für altersarme Menschen“, wies Günter darauf hin, dass die Zahl der über 80-Jährigen bis 2050 massiv steigen wird.

Die Lösung kann nach Einschätzung der Experten nur im Geschosswohnungsbau liegen, der erst seit Ende 2015 im ländlichen Bereich staatlich unterstützt wird. „Geförderter Wohnungsbau sieht nicht so aus wie geförderter Wohnungsbau“, erklärte Könner. Der Unterschied liege lediglich in der geringeren Miete. „Wir bewirtschaften die Wohnungen 40 Jahre und müssen allein deshalb hochwertig bauen. Das ist kein Schlichtwohnungsbau.“

Laut Prognosen benötigt allein Wildeshausen bis 2020 450 günstige Wohnungen. „Da haben wir einen großen Nachholbedarf“, so Kuraschinski kritisch. Gleichzeitig sei die Nachfrage an Einfamilienhäusern in der Kreisstadt unvermindert hoch.

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