Wohn- und Geschäftshaus soll den Marktplatz aufwerten

Jochen Meyer plant Bau eines klassischen Klinkergebäudes an der Burgstraße 5

Architekt Stephan Damke hat skizziert, wie sich das Gebäude in die Umgebung einfügen wird.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Der Wildeshauser Marktplatz erhält in der Passage zum Gildeplatz ein neues Gesicht. Dort möchten Petra und Jochen Meyer aus Wildeshausen in Zusammenarbeit mit dem Ostrittrumer Architekten Stephan Damke ein neues Wohn- und Geschäftsgebäude errichten, das den Bereich deutlich aufwerten soll.

Das Haus an der Burgstraße 5 steht schon lange leer und ist trist anzusehen. Ehepaar Meyer hatte es vor 15 Jahren erworben und ursprünglich mit dem Gedanken gespielt, dort ein Café einzurichten. „Experten haben mich aber davon überzeugt, dass sich das an der Stelle nicht lohnt“, berichtet Jochen Meyer bei der Vorstellung des neuen Projektes.

Nun soll das Gebäude nach dem Gildefest abgerissen werden. Im Sommer geht es dann mit dem Neubau los. An die Stelle kommt ein „kompaktes, klassisches Klinkergebäude mit Schildgiebel“, so Damke, der sich auf das Vorhaben in unmittelbarer Nähe zum Stadthaus und dem Rathaus freut. Das Gebäude unterschreite die Vorgaben des Bebauungsplanes, sei niedriger als das historische Rathaus und solle sich harmonisch in die Umgebung einfügen. Insbesondere die Erker im Neubau werden einen Bezug zum historischen Rathaus haben, skizziert Damke seinen Plan, der bereits bei Bürgermeister Jens Kuraschinski und Teilen der Politik vorgestellt wurde. Das ist nicht unwichtig, denn vor zwei Jahren wurde in Wildeshausen intensiv über die Fassade des gegenüberliegenden Hauses am Marktplatz diskutiert, das ebenfalls abgerissen werden sollte.

Jochen Meyer und Stephan Damke (v.l.) mit den Plänen für den Nebau des Wohn- und Geschäftshauses.

„Alle waren sehr einverstanden“, freut sich Meyer über die Reaktionen. Er möchte die Wohnung im zweiten Obergeschoss selbst beziehen und steht als Offizier der Gilde nicht im Verdacht, sich in der Pfingstzeit über Lärm und große Menschenmengen auf dem Gildeplatz zu beschweren.

In dem neuen Gebäude ist udem die Möglichkeit einer gewerblichen Nutzung vorgesehen. Damke: „Es wird 80 Quadratmeter im Erdgeschoss sowie 140 Quadratmeter im Obergeschoss geben. Ein Aufzug ist eingeplant, zudem kann die Aufteilung noch mit einem Mieter abgesprochen werden.“

So sieht der Bereich an der Burgstraße derzeit aus.

Die Fertigstellung des neuen Gebäudes ist für Ende 2019 geplant. „Das soll hier schön aussehen“, so Meyer, der auch eigene Ideen eingebracht hat. „Ich fühle mich bei Architekt Damke sehr gut aufgehoben.“ Dieser wiederum legt viel Wert darauf, dass sich die Gebäude in dem Bereich gut ergänzen. „Das Haus vermittelt zwischen historischem Rathaus und den bestehenden Bauten am Gildeplatz“, sagt er. Der Giebel soll indessen zur Burgstraße zeigen, wie es bei den anderen Gebäuden in dem Bereich auch der Fall ist.

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