Stammgast bei Großereignissen: Christopher Waide aus Wildeshausen

„Wir wollen hier die Deutschlandkirche erleben“

Christopher Waide und Anna-Katharina Gröting beim Eröffnungsgottesdienst des 100. Deutschen Katholikentages.

Leipzig/Wildeshausen/Goldenstedt - „Natürlich gehört der Eröffnungsgottesdienst zum Pflichtprogramm eines Katholikentages, ohne würde etwas fehlen“, sagen Anna-Katharina Gröting, Pastoralassistentin in Goldenstedt, und Christopher Waide aus Wildeshausen selbstbewusst. „Wir sind hier, weil wir glauben – das wollen und sollten wir auch zeigen.“ Deshalb standen sie auch mitten im Getümmel des Fronleichnamsgottesdienstes, der auf dem Leipziger Augustusplatz gefeiert wurde.

„Der Gottesdienst war toll, die Gemeinschaft mit vielen Gläubigen aus Deutschland ist einfach großartig“, sagte Gröting am Ende. Sie komme, um Kirche überregional zu erleben. „Deutschlandkirche eben. Ich finde es super, dass der Katholikentag wichtige Zeichen setzt. Eine evangelische Pastorin hat die Lesung vorgetragen.“ Für Pastoralassistenten Waide ein Signal im Rahmen der ökumenischen Zusammenarbeit. „Die Organisatoren beweisen, dass sie Menschen mit Behinderung im Blick haben“, zeigte sich Gröting begeistert. So wurde zum Beispiel das Evangelium in leichter Sprache vorgetragen.

Beide sind Mitarbeiter der Institution Kirche, sie werden Pastoralreferenten, stellen ihr berufliches Leben in den Dienst von Kirche. Aber sie fahren nicht zum Katholikentag, weil sie dafür bezahlt werden, sondern sie engagieren sich, weil sie bei kirchlichen Großereignissen prägende Erfahrungen sammeln konnten. Den Weg hätten sie auch ohne Kirchentreffen eingeschlagen, sagen sie. Dennoch spielten diese Veranstaltungen eine wesentliche Rolle bei der Berufswahl.

Sie waren schon mehrfach bei Weltjugend- und Katholikentagen dabei. Dazu gehöre für sie das „auch mal auf dem Boden sitzen beim Gottesdienst“ genauso wie die Atmosphäre in den Städten und die Begegnung mit fremden und bekannten Menschen. „Das Feeling bei diesen großen Gottesdiensten unter freiem Himmel ist einfach unbeschreiblich“, sagte die studierte Religionspädagogin. „Die Großereignisse haben uns in der Berufswahl gestärkt“, bestätigte Waide. Man erfahre Gewissheit, dass man mit der Begeisterung für den Glauben nicht allein sei, dass sei vor Ort in den lokalen Kirchengemeinden für Jugendliche nicht immer so.

Besonders gefallen beim diesjährigen Eröffnungsgottesdienst habe beiden auch die zentrale Lage auf dem Augustusplatz. Mitten in Leipzig, zwischen Straßenbahnen und Autoverkehr, rundherum arbeiten die Menschen, „hier findet der Gottesdienst mitten im Alltag statt, super!“, freute sich Gröting über die Umgebung.

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