Projekt „Pflanzen und Wachsen“ im Kindergarten

„Wir wollen Eier ausbrüten“

Sara, Jule, Marlene und Jan-Phillip (von links) sind eifrig bei der Sache, wenn es ums Pflanzen geht. - Foto: Dejo
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Sara, Jule, Marlene und Jan-Phillip (von links) sind eifrig bei der Sache, wenn es ums Pflanzen geht.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Mitspracherecht für alle gilt im Wildeshauser Kindergarten „Knaggerei“. Dafür gibt es die regelmäßige Kinderkonferenz, die zum Beispiel über Projekte befindet. So war es auch jetzt, als es um die Aktion „Pfanzen und Wachsen“ ging.

„Wir mussten entscheiden, ob jede Gruppe nur eine oder mehrere Sorten Obst oder Gemüse pflanzen darf“, erzählt die sechsjährige Jule. Die Entscheidung sei mit fünf von acht Stimmen dafür gefallen, dass jede Gruppe das pflanzen darf, was sie möchte: „Aus jeder der vier Gruppen sind zwei Kinder in der Konferenz. Jetzt ist es egal, wenn mal das Gleiche angepflanzt wird“, so Jule.

Die Leiterin des Kindergartens, Monika Schäfer, erzählt, dass dieses Projekt mindestens über ein halbes Jahr laufen soll: „Den Abschluss bildet ein Erntedankfest, dann sind alle Früchte reif.“ Sinn dieser gruppenübergreifenden Aktion sei es, den Kindern aufzuzeigen, wie Obst und Gemüse angebaut werden und dass eine Menge Arbeit bis zur Ernte zu erledigen ist: „Leider wissen viele Kinder kaum etwas darüber, Obst wird halt im Supermarkt gekauft. Der Wochenmarkt ist ebenfalls vielen noch völlig unbekannt.“

Im Gesprächskreis erzählen die Kinder selbstbewusst von ihren Tätigkeiten. „Wir wollen Wassermelonen, Kürbisse, Paprika und Tomaten anpflanzen“, so Marlene (5) aus der Bienengruppe. „Erst kommen die Saat oder die Kerne in kleine Töpfe. Wenn die Pflanzen entstanden sind, werden sie in den Garten gepflanzt.“

Sara (5) aus der Sonnengruppe erzählt, dass sie auch Kürbisse anpflanzen wollen: „Außerdem Gurken, Kartoffeln und Möhren. Aber wir müssen die Pflanzen auch immer gießen, damit sie richtig wachsen können. Wir können dann sehen, wie schön sie wachsen.“ Sara hat aber auch noch ein Extra-Projekt am Laufen. Sie hat eine ganze Tomate und ein paar Tomatenscheiben in Töpfe gelegt und mit Erde bedeckt – davor ein gemaltes Schild, das darauf hinweist, dass die Töpfe nicht angefasst werden dürfen: „Mal sehen, ob daraus auch etwas wächst.“

Jan-Phillip (6) aus der Marienkäfergruppe hat zunächst eine Kastanie in einen Becher gesetzt, aus der in wenigen Tagen schon ein kleines Bäumchen gewachsen ist: „Das pflanzen wir auch in den Garten. Außerdem Avocados, Mangos, Kartoffeln und Äpfel. Dafür haben wir Kerne von zu Haus mitgebracht. Wir wollen sehen, ob das auch geht.“

Jule hat sich ebenfalls für einen zusätzlichen „Versuch“ entschieden: „Ich bringe von zu Hause Eier und eine Wärmelampe mit. Im Flur wollen wir die Eier dann ausbrüten und Küken bekommen.“ Daheim hätten sie einige Hühner und zwei Hähne: „Es gibt jeden Tag frische Eier, die sind sehr lecker.“ Wenn es mit den Küken klappt, sollen sie wieder auf den Hof gebracht werden. „Natürlich wollen wir die Hühner dann auch aufwachsen sehen. Also gehen wir regelmäßig mit der Gruppe zu Jules Eltern, um Fotos zu machen“, so Schäfer.

Während des Rundgangs im Garten wird deutlich, dass die Kinder mit Eifer bei der Sache sind, überall wird gebuddelt und geharkt. „Wir müssen ja auch noch neue Erde verteilen“, so Sara.

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