Elternvertreterin der St.-Peter-Schule über Schwierigkeiten beim Schultausch

Christin Rollié: „Wir pochen darauf, dass alles so wird wie versprochen“

Christin Rollié

Wildeshausen – Der Schulternrat der Wildeshauser St.-Peter-Schule hat am Montagabend getagt. Im Interview berichtet die Elternvertreterin Cristin Rollié, welche Sorgen die Mütter und Väter der Schüler derzeit umtreiben.

Frau Rollié, gibt es Neuigkeiten zum für 2021 geplanten Umzug der St.-Peter-Schule an den Standort der Hunteschule?

In einem Gespräch der Stadtverwaltung mit unserer Rektorin Elena Lietzmann hat der zuständige Bauamtsleiter Hans Ufferfilge erklärt, dass sie sich zwischen einem Anbau für einen Betreuungs- und Musikraum sowie der Modernisierung der Schule entscheiden muss – aus finanziellen Erwägungen könne beides nicht bis zum Umzug realisiert werden, sondern müsse peu à peu erfolgen. Es sei nicht davon auszugehen, dass alles fertig ist, wenn wir umziehen.

Wie kommt diese Entwicklung bei den Eltern an?

Wir hoffen, dass die Stadt einen guten Job macht, sind jetzt aber sehr enttäuscht über die Neuigkeiten und pochen darauf, dass alles so gemacht wird wie versprochen. So hat uns zum Beispiel Ratsherr Manfred Rebensburg (Grüne) zugesichert, dass es unseren Kindern an nichts fehlen würde. Jetzt befürchten wir allerdings weitere Einschränkungen.

Welche denn zum Beispiel?

Wenn es schon baulich nicht wie erwartet läuft, wird bestimmt auch die Verkehrsführung auf der Heemstraße, die wegen der deutlich höheren Schülerzahlen viel mehr Fahrzeuge aufnehmen muss, nicht angepasst werden. Außerdem stehen wegen des Schultauschs Bauarbeiten an der St.-Peter-Schule an, unter denen unsere Mädchen und Jungen leiden könnten. Für die Kinder der Förderschule gilt Gleiches, wenn an der Heemstraße angefangen wird zu renovieren oder zu bauen.

Das Schadstoffgutachten für die Hunteschule beruhigt die Eltern doch, oder?

In der Einschätzung steht, dass bei „intaktem Einbauzustand kein unmittelbarer Handlungsbedarf besteht“. Was ist denn bei den durch den Umzug notwendigen Bauarbeiten? Wir befürchten gesundheitliche Folgen für die Hunteschüler und, falls die Handwerker nicht rechtzeitig fertig werden, für unsere Kinder.

Wie geht es jetzt weiter?

Wir erwarten, dass die Stadt auf uns zukommt. Außerdem möchten wir in Zukunft als Schulvorstand bei den weiteren Gesprächen mit der Verwaltung dabei sein.

Gibt es denn auch Eltern, die überlegen, ihre Kinder lieber an anderen Schulen anzumelden? Damit könnten sich die Raumprobleme dort noch weiter verschärfen.

Ja klar, die St.-Peter-Schule ist ja eine katholische Bekenntnisschule, wir könnten die Kinder natürlich – gemäß der Schuleinzugsbezirke – auch an anderen Grundschulen im Stadtgebiet anmelden. Aber wir wollen jetzt auf jeden Fall zusammenhalten und aktiv werden. 

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