UWG-Ratsherr befürchtet, dass Mehrparteienhäuser in kleinteiligen Siedlungen gebaut werden

„Wir müssen rigorose Maßnahmen ergreifen“

Großer Wohnblock in kleinteiliger Siedlung: Am Haferweg gibt es mehrere Mehrparteienhäuser.
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Großer Wohnblock in kleinteiliger Siedlung: Am Haferweg gibt es mehrere Mehrparteienhäuser.

Wildeshausen – Mit einer Sammeländerung der Bebauungspläne 4.3 „Düngstruper Straße/Bargloyer Straße und „An der Visbeker Straße“ möchte die Stadt Wildeshausen erreichen, dass in den Wohngebieten keine überproportional großen Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Im Stadtrat gab es dafür eine klare Mehrheit, die dazu führt, dass die Planänderungen in Angriff genommen werden können.

Wenn es nach UWG-Ratsherr Rainer Kolloge geht, darf diese Änderung nur ein Anfang sein. „Wir müssen rigorose Maßnahmen ergreifen, um Mehrparteienhäuser in bestehenden Wohnstrukturen mit vielen Einfamilienhäusern zu verhindern“, forderte er ein. Er rechne damit, dass der Wunsch nach großen Häusern in Zukunft wachsen werde. Und dem Vorwurf, dass man mit dem Ausschluss von großen Mehrparteienhäusern in den Bebauungsplänen die Schaffung von günstigem Wohnraum verhindern würde, trat Kolloge auch entschieden entgegen. Es sei vielmehr so, dass die Appartements in diesen Immobilien eher teuer zu erwerben oder zu mieten seien.

Mehrfamilienhäuser für Arbeitnehmer ausländischer Herkunft?

Angesichts der Weigerung der Stadt, für die Mitarbeiter von Großbetrieben wie der Geflügelschlachterei Geestland, zentrale Gebiete für Werkswohnungen zur Verfügung zu stellen, befürchtet Kolloge nach eigenen Worten, dass die Betriebe in gewachsenen Wohngebieten Einfamilienhäuser kaufen und dort – so der Bebauungsplan das erlaubt – große Mehrfamilienhäuser für „Arbeitnehmer ausländischer Herkunft“ errichten. „Dann haben wir hier richtig Probleme“, schwant Kolloge nichts Gutes. „Wir müssen deshalb versuchen, in den Wohngebieten die bestehenden Strukturen zu erhalten und die Entwicklung zu steuern“, mahnte der UWG-Ratsherr an. Es müssten weitere Bebauungsplanänderungen folgen.

Der Rat beschloss in gleicher Sitzung das Vergnügungsstättenkonzept der Stadt, das Spielhallen, Erotik-Shops und Bordelle nur noch in klar umrissenen Gewerbegebieten zulässt. Der Antrag von Frank Stöver (CDW), so etwas nur im Bereich des Industriegebietes Wildeshausen-West zuzulassen, wurde abgelehnt. Klaus Schulze von den Grünen kommentierte Stövers Vorschlag süffisant: „Jetzt habe ich endlich begriffen, wofür wir Wildeshausen-West brauchen.“  

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