Stiftung Johanneum beharrt auf Förderung

„Wir brauchen den Zuschuss von zwei Millionen Euro“

Deutliche Verstimmung: Zwischen der Stadt Wildeshausen und der Stiftung Johanneum ist die Kommunikation gestört.
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Deutliche Verstimmung: Zwischen der Stadt Wildeshausen und der Stiftung Johanneum ist die Kommunikation gestört.

Wildeshausen – Die Stiftung Johanneum in Wildeshausen bezeichnet das derzeitige Verhältnis zum Bürgermeister sowie Teilen des Stadtrats als „offensichtlich gestört“.

In einer Pressemitteilung reagieren Herbert Weitz, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Johanneum, und Hubert Bartelt, Verwaltungsdirektor des Krankenhauses, auf die Stellungnahme der Stadt, warum nicht die beantragten zwei Millionen, sondern lediglich eine Million Euro für die Erweiterung und Umstrukturierung des Wildeshauser Krankenhauses zur Verfügung gestellt werden.

Lob gab es vom Kuratorium für die CDW im Stadtrat, die als einzige Fraktion zu ihrer Zusage stehe, zwei Millionen Euro zu bewilligen. Kritik gab es an der SPD, die einen Zuschuss in Höhe von zwei Millionen Euro für das Johanneum beantragt und dann im Finanzausschuss für die eine Million Euro gestimmt habe. „Eine Rücknahme dieses Antrages ist nie öffentlich gemacht worden“, beklagen Weitz und Bartelt. Erneut kritisierte die Stiftung den CDU-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Sasse, der zwei Millionen Euro Zuschuss für das Johanneum gefordert habe. „Diese Zusage von Sasse hat in der Finanzausschusssitzung offensichtlich nicht mehr gegolten“, so Weitz und Bartelt.

Aufgrund der Enttäuschung und des Vertrauensverlustes durch nicht eingehaltene Absichtserklärungen der Politik habe man sich in der vergangenen Woche für eine deutliche Wortwahl entschieden, so die Stiftung. Weitz betont in dieserm Zusammenhang: „Natürlich geht es um eine freiwillige Leistung der Stadt, genauso wie die Stadt auch andere freiwilligen Leistungen vornimmt. Formalitäten helfen uns aber nicht.“

„Stiftung braucht den Zuschuss von zwei Millionen Euro“

Bei den von der Stadt als Gegenargument vorgetragenen Umlagen an Landkreis und Land handele es sich um allgemeine Posten, die unabhängig von einer direkten Projektzuordnung seien. „Diese Umlagen würden auch dann anfallen, wenn Wildeshausen kein Krankenhaus hätte.“

Grundlegend sei, dass die erhebliche Verbesserung der gesundheitlichen Infrastruktur durch das Bauvorhaben des Johanneums von großem Nutzen für alle sei, so die Stiftung. Dieses sei anderen Kommunen sehr bewusst, weshalb sie ihre ortsansässigen Krankenhäuser über Jahre mit nennenswerten Beträgen unterstützen würden. Das Johanneum habe hingegen in den zurückliegenden 15 Jahren keine kommunale Unterstützung erfahren.

„Die Stiftung braucht den beantragten Zuschuss der Stadt von zwei Millionen Euro“, appellieren Weitz und Bartelt nochmals und verweisen als Lösungsansatz auf den für das Bauprojekt günstigen Zeitrahmen. „Wir reden hier über vier bis fünf Jahre. Uns genügt an dieser Stelle eine verbindliche Zusage über eine Gesamtförderung durch die Stadt Wildeshausen über den genannten Betrag.“

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