Willi Erdmann entdeckt uralte Schriftstücke auf seinem Dachboden

Jagdschein von 1877

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Recht erstaunt war Willi Erdmann über seinen Fund, den er gestern in unserer Redaktion präsentierte.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Da staunte der Wildeshauser Willi Erdmann, rund 30 Jahre lang Vorsitzender des VfL Wittekind, nicht schlecht, als er jetzt auf seinem Dachboden eine Entdeckung machte. Reichlich verstaubt, fielen ihm einige alte Schriftstücke in die Hand, die teils älter als 150 Jahre waren. Diese präsentierte er gestern in unserer Redaktion

„Ich wusste wohl, dass meine Ehefrau Inge dort Anfang der 70er-Jahre etwas aufgehoben hatte, was aus dem Haus ihrer Eltern an der Heemstraße kam“, sagt Erdmann. Als er nach dem Entfernen des Staubes aber gesehen habe, dass sich unter anderem „Wildeshauser Nachrichten“ aus den 1850er- und 1860er-Jahren darunter befanden, sei er sehr erstaunt gewesen: „Die Sachen stammen wahrscheinlich von Hermann Immohr, dem Großvater meiner Frau. Er war damals Lehrer und Ratsherr in Wildeshausen.“

Erdmann kam mit den Sachen in unsere Redaktion, weil er der Annahme war, dass die „Wildeshauser Nachrichten“ aus dem Hause Löschen stammen. Das aber ist nicht ganz richtig, denn es handelt sich eher um einen Vorgänger der Wildeshauser Zeitung. Berichtet wurde darin über verschiedene Themen – aus Wildeshausen, Deutschland und der Welt.

Den Grund, warum der Großvater und Vater diese Sachen so lange gehortet hätten, wisse er nicht. Hinzu kommt, dass die Schriftstücke schwer zu lesen sind, da sie in deutscher Schrift verfasst wurden. Unter anderem befindet sich ein „Jagdschein“ aus dem Jahr 1877 darunter. Dieser erlaubt rund 20 Personen, nach abgelegter Prüfung auf die Jagd zu gehen. Oder aber ein Schriftstück mit vielen handschriftlichen Paragraphen-Texten aus dem Jahr 1851, das von Bürgermeister Schetter unterzeichnet wurde.

„Ich gehe davon aus, dass Hermann Immohr im Bürgerverein aktiv war“, betont Erdmann und zeigt auf einen Brief, den ein „A“ oder „O“ Jacobi aus Wildeshausen unterzeichnet hat. Zu entziffern ist, dass der Schreiber sich von einer Versammlung abmelden, aber dennoch eine Stellungnahme abgeben wollte. Zudem verweist Erdmann auf einen Feldpostbrief, der von einem Mitglied der elften Kompanie am 4. September 1918 an Immohr geschrieben und von einem Wendt unterzeichnet wurde.

Schon etwas zerfleddert sind einige Zeugnisse von Käthe Immohr, der Mutter von Erdmanns Frau, die jedoch außer „Sehr gut“ keine Noten aufzeigen.

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