Wildeshauser wegen vieler Delikte angeklagt

Wodka, Schläge und Beleidigungen

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Mediengruppe Kreiszeitung

Wildeshausen - Mit gleich drei Anklagen, die mehrere Straftaten beinhalteten, musste sich ein Wildeshauser am Donnerstag vor dem Amtsgericht auseinandersetzen. Die Vorwürfe sind massiv, ein Urteil wurde jedoch noch nicht gesprochen, weil weitere Zeugen gehört werden müssen, um den Sachverhalt klären zu können.

Alle Anklagepunkte hatten unmittelbar mit der schwierigen Paarbeziehung zu einer Wildeshauserin zu tun, die vor Gericht als Zeugin und Nebenklägerin auftrat. Konkret ging es darum, dass der Mann am 30. September vergangenen Jahres um 6 Uhr in der Frühe in die Wohnung seiner Ex-Freundin eingedrungen sein soll und diese nicht mehr verlassen wollte. Am Nachmittag soll er sich noch einmal gegen die Haustür geworfen haben, um hineinzukommen. Am 3. Oktober hatte der Mann nach missglückter Kontaktaufnahme zu seiner Ex-Partnerin deren beste Freundin in Wildeshausen besucht. Während die Anklage davon sprach, dass er sich dort mit Gewalt Zutritt verschafft und nach stundenlangem Aufenthalt einen Schmuckkoffer und einen USB-Stick gestohlen haben soll, berichtet der Angeklagte, dass er zwar gegen 7 Uhr über ein Baugerüst in die zweite Etage geklettert sei, dann aber von der Frau durch die Balkontür herein gewunken wurde. „Wir haben über meine Ex-Partnerin gesprochen. Ich habe sogar noch gegen neun Uhr Wodka und Orangensaft geholt, den wir gemeinsam getrunken haben“, so der Mann. Die Frau habe ihm dafür Geld und Haustürschlüssel gegeben, es sei sogar später zum Sex gekommen. Sowohl den Schmuckkoffer als auch den Stick will er weder gesehen noch gestohlen haben.

Am 5. Oktober soll der Mann laut Anklage seine Ex-Freundin, mit der er mal zusammen und dann wieder auseinander war, um 9.10 Uhr in den Schwitzkasten genommen und dann in sein Auto gezerrt haben. Dort habe er die Frau aufs Auge geschlagen und mit einer Metallstange traktiert. Am Nordring habe die Frau fliehen können.

Ja, so der Angeklagte, er habe seine Freundin ins Auto gezogen, weil er mit ihr habe reden wollen. „Ich wollte sie zur Arbeit bringen.“ Man habe sich angeschrien, er habe sie aber nicht geschlagen. Auf keinen Fall habe er sein Auto verriegelt, wie der Staatsanwalt behauptet. Dieser merkte an, dass es doch merkwürdig sei, wenn bei der Frau anschließend sowohl ein blaues Auge als auch Hämatome am rechten Oberarm diagnostiziert werde, wenn es keine körperliche Auseinandersetzung gegeben habe.

Neben einer Beamtenbeleidigung gab es noch den Vorwurf gegen den Mann, seiner Ex am 12. Dezember die Hand verdreht zu haben, als er nachts betrunken in die Wohnung eindringen wollte. Der Angeklagte konnte sich daran nicht erinnern. Er wusste nur, dass in der Wohnung bis zu sieben Männer gewesen seien, als er geklingelt habe, um sich mit der Frau auszusprechen. Im Laufe der Schlägerei, die es wohl gab, bekam der Angeklagte vermutlich eine Vase an den Kopf, flüchtete und schlief unter einem Busch ein, wo er von der Polizei gefunden wurde.

„Wir haben beide viele Fehler gemacht“, erklärte der Mann. Beide seien öfter fremdgegangen. Ob er für seine Taten bestraft wird, entscheidet sich in einer weiteren Verhandlung.

dr

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