Wildeshauser verzaubern den Himmel heute in ein buntes Farbenmeer/„Junge Leute versuchen zu schummeln“

„Feuerwerk gehört auf jeden Fall dazu“

Rita Jansky präsentierte das gesamte Sortiment der Feuerwerkskörper.
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Rita Jansky präsentierte das gesamte Sortiment der Feuerwerkskörper.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Weit über 100 Millionen Euro geben die Deutschen auch in diesem Jahr wieder für Feuerwerkskörper aus, um heute Nacht das neue Jahr gebührend begrüßen zu können. Auch die Wildeshauser Bürger stecken da nicht zurück und decken sich mit Raketen und Co. ein. Wir haben einige nach ihren Gewohnheiten befragt.

„Der Ursprung fürs Feuerwerk an Silvester kommt ja bekanntlich daher, dass damit die bösen Geister ausgetrieben werden sollten“, erzählt der 46-jährige Peer Klein: „Heute gehört das Feuerwerk für mich einfach dazu. Allein schon aus dem Grund, dass wir zwei Kinder im Alter von sechs und neun Jahren haben. Die möchten natürlich auch was erleben.“ Allerdings beschränke er seinen Einkauf auf Batterien und alles, was schön am Himmel funkelt und blitzt: „Ich gebe rund 50 Euro dafür aus. Jedoch kommen mir die Böller nicht ins Haus.“

Für den 22-jährigen Kevin Asche gehört das Feuerwerk „auf jeden Fall“ zum Jahreswechsel dazu: „Ich kenne es von Kindheitsbeinen an. Früher hat mein Vater immer ein schönes Feuerwerk an Silvester gemacht. Neben Raketen und Batterien muss ich aber auch ein paar gute Böller oder Kanonenschläge haben, weil die so schön laut sind. Das ist gerade richtig, um das neue Jahr zu begrüßen.“ Er gebe etwa 50 bis 60 Euro für die Artikel aus: „Das lasse ich mir einfach nicht nehmen. Wir feiern mit einigen Freunden. Da bringt jeder was mit, sodass es ein tolles Feuerwerk werden dürfte.“

Wilma Schriever hingegen hat in diesem Jahr zum ersten Mal Feuerwerksartikel gekauft: „Für mich gehört ein Feuerwerk eigentlich nicht unbedingt zum Jahreswechsel. Aber in diesem Jahr sind wir bei unseren Enkelkindern, die ich gerne überraschen möchte.“ Um den Kindern etwas bieten zu können, habe sie ein paar Feuerwerkskörper gekauft: „Aber es muss schon etwas Schönes sein, diese einfachen Knaller finde ich nicht gut.“

Rita Jansky, stellvertretende Leiterin des Toom-Baumarktes in der Kreisstadt, erzählte, dass der Run auf die Feuerwerkskörper sofort am Montagmorgen begonnen habe: „Die Leute haben sich praktisch auf all die Dinge gestürzt, die wir in der Werbung haben. Einige Artikel waren dann auch recht schnell ausverkauft. Auch in diesem Jahr setze sich der Trend deutlich fort, dass die Kunden in erster Linie Batterien kaufen: „Das sind wirklich gute Artikel, die auch etwas fürs Auge bieten und eben nur einmal angezündet werden müssen.“ Sie selbst kaufe auch nur Artikel, die etwas fürs Auge böten.

Mit einem Augenzwinkern erzählt Jansky, dass es immer wieder ganz schlaue Jugendliche gebe, die versuchen, mit ihrem Alter zu schummeln: „Aber da läuft absolut nichts, wir kontrollieren das Alter an der Kasse sehr genau. Wer noch keine 18 Jahre alt ist, hat schlichtweg keine Chance, an Feuerwerkskörper zu kommen. Die jungen Leute wollen immer das, was so richtig viel Krach macht.“ Aber auch diese Artikel dürften nur an Personen ab 18 Jahren abgegeben werden: „Und daran halten wir uns auch.“

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