38-Jähriger hatte 2,4 Promille Alkohol im Blut 

Wildeshauser tritt Bekanntem die Tür ein und bedroht danach Polizisten

Symbolbild: dpa

Wildeshausen - Gar nicht besinnlich ging es am 25. Dezember vergangenen Jahres vor der Tür eines Hauses an der Harpstedter Straße in Wildeshausen zu. Dort trat ein betrunkener 38-Jähriger aus der Kreisstadt einem Bekannten um 11.45 Uhr die Tür ein und verprügelte ihn. Als er später in Polizeigewahrsam war, drohte er einen Beamten, er würde ihn umbringen. Zudem betitelte er ihn als „Wichser“ und zeigte ihm den Mittelfinger.

Wegen des Vorwurfs der Sachbeschädigung und Beleidigung stand der nun 39-jährige Mann am Mittwoch vor der Amtsrichterin und kam wegen verminderter Schuldfähigkeit mit einer Gesamtstrafe von 2 700 Euro davon, obwohl er nach eigenen Aussagen mit einer Haftstrafe gerechnet hatte.

Der Mann ist ganz offensichtlich Wiederholungstäter. In den vergangenen zwei Jahren wurde er wegen Beleidigung, Bedrohung, Hausfriedensbruch sowie Sachbeschädigung verurteilt.

Auch nach dem jetzigen Schuldspruch, den er übrigens akzeptierte, sah der Wildeshauser sein Fehlverhalten nicht so ganz ein. Am ersten Weihnachtstag habe er eine Flasche Korn getrunken und dann den ehemaligen Lebenspartner seiner Frau zur Rede stellen wollen. „Er hat meine Familie bedroht und beleidigt. Er sagte, er würde gegen mich eine Waffe besorgen, mein Haus könnte brennen und mein Auto umkippen. Deshalb bin ich zu ihm gegangen.“

Nach eigenen Angaben wusste der Angeklagte, dass sein Kontrahent zu Hause war. „Er hat aber nicht geöffnet.“ Mit einem Fußtritt habe er die Tür eingetreten, den Mann im Bett liegend erwischt und verprügelt. Als das Opfer um Hilfe schrie, flüchtete der Täter, wurde aber wenig später von der Polizei geschnappt. Um 13.38 Uhr stellten die Beamten einen Promillegehalt von 2,4 im Blut des Mannes fest. Sie brachten ihn in eine Zelle, damit er sich beruhigt. „Er war sehr aggressiv“, erinnerte sich der Polizeibeamte vor Gericht. „Er wollte rauchen und mit seiner Frau telefonieren.“ Da die Gattin schon informiert worden war und der aufgebrachte Mann nicht zum Rauchen vor die Tür begleitet werden konnte, wurde er wieder eingeschlossen. Dabei kam es zu den Beleidigungen und der Bedrohung.

Vor Gericht entschuldigte sich der Angeklagte bei dem Polizisten. Sowohl die Staatsanwältin als auch die Richterin machten jedoch deutlich, dass das Verhalten nicht akzeptabel sei. „Sie haben kein Recht dazu“, so die Richterin. „Das können wir nicht dulden.“ Sie erhöhte die von der Anklage beantragte Strafe von 1 800 auf 2 700 Euro und ermahnt den Mann, nun einen Schlussstrich zu ziehen und in Zukunft nicht mehr auffällig zu werden. 

 dr

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