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Wildeshauser Störche bauen wieder ein Nest

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Von: Dierk Rohdenburg

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Wieder vereint: die Wildeshauser Störche.
Wieder vereint: die Wildeshauser Störche. © Kramer

Wildeshausen – Neues Jahr und neue Hoffnung: Nachdem vor wenigen Wochen ein Storch in die Marschwiesen in Wildeshausen zurückgekehrt ist und seit wenigen Tagen mit dem Nestbau begonnen hatte, ist nun auch der Partner angekommen.

Die beiden Vögel, bei denen es sich offenbar um die gleichen handelt, wie diejenigen, die vergangenes Jahr auf dem vom Naturschutzbund und Bauhof präparierten Masten in der Nähe der Harpstedter Straße gebrütet hatten, fliegen seit Samstag gemeinsam über die Wiesen und bauen ihr Nest. Somit dürfen die Wildeshauser hoffen, dass nach vielen Jahrzehnten wieder ein Storchenpaar in der Kreisstadt Junge ausbrütet und aufzieht.

Die erfolgreiche Aufzucht war im Sommer abrupt abgebrochen worden. Nachdem die Tiere im Juni drei Eier ausgebrütet hatten, waren die Jungtiere offenbar einem Starkregen zum Opfer gefallen. Anfang Juli entdeckten Naturschützer die toten Tiere. Schon Tage vorher hatten sie gesehen, dass die Elterntiere nicht mehr im Nest übernachteten und auch nicht mehr mit Futter im Schnabel dort hinflogen. Die Jungtiere konnten aber auch noch nicht selbstständig das Nest verlassen haben, weil sie erst Mitte Juli flügge geworden wären.

Ausreichend Nahrung in den Marschwiesen

Grundsätzlich sind alle Beteiligten sicher, dass die Marschwiesen ein ausreichendes Nahrungsangebot bereithalten. Auch die extreme Hitze hatten die Tiere im vergangenen Sommer gut überstanden. Sie wurden zumindest danach noch im Nest gesehen.

Einer der Störche holt Material für den Nestbau.
Einer der Störche holt Material für den Nestbau. © Kramer

Offenbar hatte der Starkregen die Jungvögel geschwächt. „Das Nest ist zwar nach unten durchlässig, aber möglicherweise haben die Eltern die Kleinen nicht genug geschützt“, so der Naturschützer Wolfgang Pohl im vergangenen Sommer. Der Nachwuchs habe noch kein voll ausgebildetes Federkleid gehabt. Somit könnten sich die Tiere erkältet haben.

„Die Natur verzeiht keine Fehler“, erklärte Pohl. Möglicherweise seien die Eltern noch zu unerfahren gewesen. Er hoffe aber, dass sie dennoch im nächsten Jahr nach Wildeshausen zurückkehren und ein erfolgreiches Brutgeschäft aufnehmen. „Störche sind sehr standorttreu“, erklärte Pohl. Diese Hoffnung hat sich nun bestätigt.

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